SSV: Per Umrüst-Kit analoge Standleitungen durch DSL ersetzen

Mittels eines einsatzbereiten Umrüst-Kits von SSV Software Systems lassen sich analoge Standleitungen in Fernwirk- und Fernwartungs-Anwendungen leicht durch virtuelle DSL-Standleitungen ersetzen.

Zum 30. September 2009 wird die Deutsche Telekom den Betrieb analoger Standleitungen einstellen. Unzählige Geräte mit serieller Schnittstelle haben bisher die analogen Standardfestverbindungen (aSFV) über entsprechende Modems für die unterschiedlichsten Fernwirk- und Alarmierungsaufgaben genutzt. »Die meisten Anwendungen wurden in den letzten Monaten auf IP-gestützte DSL- und Mobilfunk-Verbindungen oder Speziallösungen umgestellt«, hieß es dazu bei SSV. »Viel Zeit bleibt nicht mehr, die letzten noch vorhandenen Lösungen auf aSFV-Basis umzurüsten.«

Auf der Grundlage seines Device-Servers IGW/920 bietet SSV ab sofort eine einsatzbereite Umrüstlösung als Kit an. Zum Lieferumfang des Kits gehören zwei vollständig vorkonfigurierte Exemplare des IGW/920-IPM mit Netzteilen und Kabel-Set. Der voreingestellte Device-to-Device-Modus ermöglicht den Aufbau einer virtuellen Standleitung per DSL. Die DSL-Verbindung läuft über das 10/100-MBit/s-Ethernet-Interface des IGW/920-IPM.

Unterstützt werden sowohl LAN-gestützte Verbindungen zu einem DSL-Router als auch direkte Verbindungen zu einem DSL-Modem mittels PPPoE (Point-to-Point Protocol over Ethernet). Das RS-232-Interface des IGW/920-IPM dient dabei als Modem-Schnittstelle, so dass sich die jeweiligen Endgeräte ohne jede Änderung mit dem Device-Server koppeln lassen. Für die serielle Schnittstelle umfasst die IGW/920-IPM-Software einen konfigurierbaren AT-Befehls-Interpreter, der auf Wunsch die Emulation älterer Modem-Betriebsarten ermöglicht.

Zum Funktionsumfang der Software gehört auch ein VPN-Modus (Virtual Private Network), um die Datenkommunikation abzusichern. Hierfür umfasst die Firmware des IGW/920-IPM das Open-Source-Paket »OpenVPN«. Unterstützt werden Zertifikats- oder Pre-Shared-Key-gestützte Authentifizierungen und Verschlüsselungen. Alle Daten werden mittels Hashcodes signiert, so dass die absichtliche Verfälschung von Daten ausgeschlossen ist. Die gesamte Gerätekonfiguration des IGW/920-IPM erfolgt über ein Interface auf Web-Basis, wobei eine Ethernet-Verbindung zu einem PC mit Web-Browser hergestellt wird. Die per Browser erzeugten Konfigurationsdaten gelangen dann in einen Flash-Speicher im Device-Server.