SPS/IPC/Drives 2009: Der »Muss«-Termin

Fünf Monate sind es noch bis zur Branchenmesse SPS/IPC/Drives in Nürnberg. Veranstalter Mesago stimmt mit Seitenblick auf die aktuelle wirtschaftliche Situation schon einmal auf die Messe ein.

»Der vielbeschworene Silberstreif am Horizont ist bei unseren Kunden noch nicht spürbar - die haben alle ganz ordentlich zu kämpfen!«, spiegelt Johann Thoma seinen Eindruck der Gespräche mit den Automatisierungs-Firmen wider. Und dennoch gibt sich der Mesago-Geschäftsführer zuversichtlich, die Aussteller-Anzahl des Rekordjahres 2008 (1386 Firmen) zu halten. Demnach liegt die Wiederbuchungsrate aktuell bei 90 Prozent, wenngleich viele Firmen noch die Sommerpause abwarten würden; und sich auch ungewöhnlich viele Unternehmen Informationen über die Stornobedingungen einholten.

Nein, egal wie es um den vielbeschworenen Aufschwung auch stehen mag, dass die SPS/IPC/Drives an der wirtschaftlichen Gesamtsituation über Maßen leiden wird, ist nicht abzusehen: »Dazu ist die Messe zu wichtig«, gibt Wolfgang Tondasch, Vorsitzender des Ausstellerbeirates, die Stimmung in den Reihen der ZVEI-Mitglieder wider. »Wir können alles streichen, aber nicht die SPS/IPC/Drives!«, sei einhelliger Tenor in den Reihen des ZVEI.

Konzeptionell wird sich an der Veranstaltung wenig ändern: Als Schwerpunktthemen stehen »Safety and Security«, »Energie-Effizienz« und »Industrial Identification« auf den Foren in den elf Messehallen und beim parallel stattfindenden Kongress im Fokus. Ergänzt wird der Kongress dieses Jahr um eine Trendsession zum Thema »Open Source in der Automation«.

Die im vergangenen Jahr versuchsweise eingeführte Verlängerung des zweiten Messetages von 18 Uhr auf 19 Uhr wird in diesem Jahr auch auf den Dienstag ausgeweitet.