SPS/IPC/DRIVES 2008: Von Krise keine Spur

Auf der »Arbeitsmesse«SPS/IPC/DRIVES ist von einer Rezession nichts zu spüren: Die Ausstellerzahl und die Ausstellerfläche ist deutlich gewachsen und in den Hallen brummt das Leben.

»Die Automatisierungsbranche geht sehr nüchtern und professionell mit der globalen wirtschaftlichen Situation um«, so Johann Thoma, Geschäftsführer Mesago Messemanagement, bei der Eröffnungspressekonferenz der SPS/IPC/DRIVES. Das können sie auch, denn in der elektrischen Automatisierungstechnik scheint die Krise bislang nicht angekommen zu sein. Dies vermittelt zumindest ein Blick in die Hallen. Bereits kurz nach Messeeröffnung ist der Besucherandrang an den Ständen groß. Thoma ist sich deshalb sicher, dass die Messe ein positives Zeichen setzen kann. Davon ist auch Wolfgang Tondasch, Vorsitzender des Ausstellerbeirats überzeugt: »Man muss sich der Situation offen stellen, aber auf der Messe gibt es keine Krisenstimmung.«

Was die reinen Kennzahlen betrifft, ist die Messe gut aufgestellt. Mit einer Ausstellungsfläche von 94.700 m² (2007: 87.900 m²) sind für die SPS/IPC/DRIVES erstmals elf Messehallen des Nürnberger Messegeländes geöffnet. Neu hinzugekommen ist die Halle 10. Damit steht den Unternehmen eine noch größere Ausstellungsfläche für die intensiven Fachgespräche mit den Besuchern zur Verfügung. Darüber hinaus schließt die Veranstaltung am Mittwoch erst um 19.00 Uhr und damit eine Stunde später als bisher, um Ausstellern und Besuchern zusätzliche Zeit für fachliche Beratung einzuräumen. »Diese Extrastunde ist ein Test und wir werden nach der Messe im Ausstellerbeirat darüber diskutieren, ob es ein Erfolg war oder nicht«, erläutert Wolfgang Tondasch. 

Der Anteil der internationalen Unternehmen, die sich auf der SPS/IPC/DRIVES 2008 präsentieren, liegt in diesem Jahr bei 21 % der gesamten Aussteller. Die Unternehmen auf der SPS/IPC/DRIVES kommen aus insgesamt 33 verschiedenen Ländern.

Über eine Erweiterung der Messe im nächsten Jahr in Richtung Prozessautomation wollte Wolfgang Tondasch auf der Pressekonferenz nicht viel verraten. Dies werde intern im Ausstellerbeirat diskutiert. Tatsache sei, dass sich bereits viele Vertreter aus dieser Branche unter den Ausstellern befinden und diesen könnte man einen eigenen Bereich auf der Messe geben. Eines steht laut Wolfgang Tondasch jedoch fest: »Im Fokus der Messe steht die elektrische Automatisierung, Pneumatik oder Gebäudeautomatisierung wird es deshalb hier in Nürnberg nicht geben.«