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Report des Quest Trend Magazin: Weltweite Industrieproduktion entwickelt sich uneinheitlich

Die Überwindung der Wirtschaftskrise 2008/2009 in den Industrieländern ist laut einem neuen Report des Quest Trend Magazin auch im ersten Halbjahr 2014 insgesamt noch offen. Der Report bewertet die Lage der weltweiten Industrieproduktion als Folge und Ausdruck struktureller Veränderungen seit 2000.

Sehr uneinheitlich entwickelte sich die Industrieproduktion in Deutschland, der EU, den USA und Japan in den Jahren 2008 bis 2014. Bildquelle: © Quest Trend Magazin
Sehr uneinheitlich entwickelte sich die Industrieproduktion in Deutschland, der EU, den USA und Japan in den Jahren 2008 bis 2014.

Der Verlauf der Industrieproduktion in Deutschland, den 28 EU-Ländern, den USA und Japan von 2008 bis zum ersten Halbjahr 2014 zeigt laut dem Report [1] des Quest Trend Magazin [2] ein uneinheitliches Bild: In Deutschland überschritt die Industrieproduktion das Vorkrisenniveau bereits 2011 leicht, fiel 2012 und 2013 etwas zurück und übertraf im ersten Halbjahr 2014 das Vorkrisenniveau erneut. Die Industrieproduktion in den USA überschritt im ersten Halbjahr 2014 das Vorkrisenniveau erstmals und deutlich. Dagegen liegen die 28 EU-Länder als Ganzes und Japan noch deutlich unter ihren Vorkrisenniveaus. Ein solch uneinheitliches Bild biete sich, so der Report, im immerhin sechsten Jahr seit Ausbruch der Wirtschaftskrise 2008/2009.

Die Tatsache, dass eine Wirtschaftskrise erst nach fünf, sechs oder mehr Jahren überwunden ist, bedeutet dem Report zufolge ein Novum in den Industrieländern. Im Verlauf der Industrieproduktion der Industrieländer seien strukturelle Veränderungen eingetreten. Diese Veränderungen hätten sich seit dem Jahr 2000 entwickelt.

Als zwei dieser strukturellen Veränderungen bezeichnet der Report, dass sich die Dauer zwischen zwei Wirtschaftskrisen, also der Krisenzyklus, von früher zehn auf fünf Jahre halbiert habe und dass sich die Dauer der Krisen von früher ein bis zwei Jahre, dann seit 2000 auf drei bis vier und schließlich seit 2008 auf fünf Jahre oder mehr verlängert habe. Die gegenwärtige Situation sei also Teil einer Entwicklung, die früher (von 1980 bis 2000) nicht aufgetreten sei, sondern sich erst seit 2000 gezeigt und seit 2008 verstärkt habe.

Der Prozess zur Überwindung der Wirtschaftskrise in den Industrieländern ist also dem Report zufolge im sechsten Jahr nach ihrem Ausbruch in vollem Gange, aber immer noch nicht abgeschlossen, sondern offen. Darin kommt der strukturell veränderte Charakter des Krisenzyklus zum Ausdruck.