Softing AG: Licht am Ende des Tunnels

Bei der Softing AG beginnt sich die Auftragslage wieder zu normalisieren, nachdem der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 34,1 Prozent auf 10,8 Mio. Euro zurückgegangen ist.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Automotive Electronics fiel im ersten Halbjahr 2009 gegenüber den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 um 43 Prozent auf 4,2 Mio. Euro, während der Umsatz des Geschäftsfelds Industrial Automation nur um 16 Prozent auf 7,2 Mio. Euro sank. Insgesamt ging der Umsatz im Zeitraum von Januar bis Juni 2009 gegenüber den beiden ersten Quartalen 2008 um mehr als 29 Prozent auf 11,4 Mio. Euro zurück. Der EBIT-Wert (Earnings before Interest and Tax) betrug in den ersten sechs Monaten -1,6 Mio. Euro; im Vergleichzeitraum des Vorjahres lag er bei +1,4 Mio. Euro. Zum 30. Juni 2009 waren bei Softing 222 Mitarbeiter beschäftigt; ein Jahr zuvor waren es 237.

»Die Kosten notwendiger Personalanpassung im ersten Quartal haben auch im zweiten Quartal das Ergebnis noch belastet«, erläutert Dr. Wolfgang Trier, Vorstandsvorsitzender und Hauptaktionär von Softing. »Für das zweite Halbjahr gehen wir davon aus, dass keine weiteren Personalanpassungen mehr erforderlich sind.« Die vorhandene Liquidität von 4,1 Mio. Euro erlaube es, nicht nur die Präsenz auf Erfolg versprechenden Auslandsmärkten zu verstärken, sondern auch die Produktpalette für die Zukunft auszubauen.

Mit einer Erholung des Auftragseingangs rechnet das Unternehmen bereits nach dem Ende der Urlaubszeit: »Bei vielen unserer Kunden liegen neue Projekte unterschriftsreif auf dem Tisch«, verdeutlicht Trier. »Sobald sich die Stimmung verbessert, erwarten wir eine deutliche Belebung des Auftragseingangs. Dies könnte schon im Herbst der Fall sein.«

Softing geht davon aus, zum Jahresende den Rückstand zum Vorjahr in Umsatz und Auftragsbestand abzubauen. Im Gesamtjahr 2009 werde es jedoch voraussichtlich schwer sein, noch mit einem positiven Jahresergebnis abzuschließen.