Siemens beabsichtigt Übernahme der IBS AG

Die Siemens AG hat entschieden, den Aktionären der IBS AG ein Übernahmeangebot in Höhe von 5 Euro in bar je Aktie zu unterbreiten. Der Anbieter von Softwarelösungen unter anderem für industrielles Qualitätsmanagement soll das Geschäft mit Manufacturing Execution Systems (MES) des Siemens-Bereichs Automation and Drives (A&D) ergänzen.

Nach Siemens-Angaben haben die IBS-Großaktionäre bereits verbindlich zugesagt, das Angebot anzunehmen. Damit hat sich Siemens bereits 43 Prozent des Grundkapitals gesichert. Im Geschäftsjahr 2006 hat IBS einen Umsatz von 19,7 Mio. Euro erzielt nach 17,7 Mio. Euro im Vorjahr. Das Unternehmen mit Firmensitz in Höhr-Grenzhausen bei Koblenz beschäftigt 170 Mitarbeiter. Das Siemens-Angebot entspricht einem Kaufpreis von rund 35 Mio. Euro für das gesamte Grundkapital der IBS.
Anton S. Huber, Mitglied des Bereichsvorstandes Siemens Automation and Drives zur geplanten Übernahme: "Das Produktportfolio von IBS ist eine gute Ergänzung unseres MES-Angebotes, mit dem wir bisher insbesondere in den Prozessindustrien, zum Beispiel in der Nahrungsmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie, positioniert sind. IBS hingegen hat langjährige und enge Kundenbeziehungen in den Fertigungsindustrien, etwa mit führenden Automobilherstellern und deren Zulieferern."