Siemens auf dem Weg zum Lösungsanbieter für die intelligente Fabrik

Mit der Einbindung der PLM-Software (Product Lifecycle Management) des erworbenen US-Unternehmens UGS in sein eigenes Software-Portfolio schafft Siemens die Basis für die intelligente Fabrik. Das betonte Siemens-Zentralvorstandsmitglied Prof. Dr. Klaus Wucherer auf der Hannover-Messe 2007.



Laut Wucherer stehen die Unternehmen vor enormen Herausforderungen im IT-Bereich: »Neben durchgängigen IT-Systemen für Asset Management, HMI (Human Machine Interface) und MES (Manufacturing Execution Systems) sollen vor allem die neuen Entwicklungen im digitalen Engineering Produktivitätsvorteile ermöglichen«, verdeutlichte er. »Langfristig werden mechanische Konstruktion und Automatisierung zusammenwachsen. In rund zehn Jahren werden wir mit einem integrierten Design für Mechanik, Automatisierung und Steuerung arbeiten, in dem die SPS-Codes automatisch über Code-Umsetzer erzeugt werden.«
Mit dem Zukauf von UGS und der Integration der PLM-Softwaretechnik ins eigene Software-Portfolio trägt Siemens nach Wucherers Worten diesem technischen Trend Rechnung: »Wir bauen Systemschnittstellen ab und verknüpfen die Daten aus Produktplanung, Anlagenauslegung und physischer Produktion miteinander«, führte er aus. Durch die Einbindung der PLM-Software schaffe Siemens somit die Grundlage nicht nur für die digitale, sondern sogar für die intelligente Fabrik: »Im Gegensatz zur Digitalen Fabrik, die auf die Erstellungsphase der Produktionsanlage fokussiert ist, werden wir in Zukunft mit der intelligenten Fabrik den gesamten Lebenszyklus einer Produktionsanlage inklusive der Vernetzung mit Produktentwicklung, Einkauf, Vertrieb und Service abdecken«, versicherte er. »Alle relevanten Informationen werden während der gesamten Produktlebenszeit verschiedenen Nutzergruppen zielgerichtet zur Verfügung gestellt und bei Bedarf weiter angereichert werden.«

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