Siemens-A&D erneuert Prozessleitsystem

Siemens-A&D hat sein Prozessleitsystem Simatic-PCS7 um Hardware-Komponenten erweitert und mit einer Vielzahl neuer Funktionen ausgestattet.

Bei den Hardware-Komponenten des Systems sind die Controller in der Verarbeitungsleistung um 40 Prozent gesteigert worden. Zusätzlich wurde das Angebot um eine neue Soft-Steuerung für Simatic-PCS7-Box, das Leitsystem für kleinere Applikationen, Pilotanlagen und Labore, ergänzt.

Im Bereich Projektierung bringt das neue Multiuser-Engineering für Simatic erhebliche Vorteile. So können nun mehrere Anwender zeitgleich die Projektierungs-Tools CFC und SFC, was die Projektierungs- und Inbetriebnahmezeit verkürzt, nutzen und das ohne administrativen Aufwand. Eine Anbindung von CAD/CAE-Tools an Simatic-PCS7 verbessert die Übernahme von Daten aus dem Rohrleitungs- und Instrumentierungsschema. Dazu lassen sich ab sofort die Ausgangsdaten der CAx-Tools direkt in das Engineeringsystem von Simatic-PCS7 übernehmen. Abhängig von der Aufgabenstellung und Zielsetzung stehen unterschiedliche Advanced-Process-Control (APC)-Funktionen zur Auswahl – von PID-Optimierung, Model-Predictive-Control und Fuzzy-Steuerung bis zu neuronalen Netzwerken und Control-Performance-Monitoring. Für den laufenden Betrieb wurde ein Advanced-Batch-Reporting-Paket entwickelt, mit dem auf Basis von My-SQL oder Crystal Berichte erstellt werden.

Auch bei der Hardware gibt es Neuerungen bezüglich Controllern und Simatic-PCS7-Box. Die neuen CPUs für die Simatic-Controller S7-414, -414F/H, -416, -417 und -417F/H verfügen gegenüber den Vorgängern um eine 40 Prozent höhere Verarbeitungs-Leistung und einen mindestens 50 Prozent größeren Hauptspeicher. In die Typen 414 und 416 wurde zusätzlich eine Ethernet-Schnittstelle integriert, so dass auf den bisherigen Kommunikations-Prozessor verzichtet werden konnte. Für die Simatic-PCS7-Box stehen zwei Steuerungs-Varianten bereit: eine in robuster PCI-Slot-Ausführung und eine Soft-Steuerung, die ablauffähig auf dem integrierten PC-Prozessor ist. Die Slot-Variante ist mit eigenem Betriebssystem und Netzteil ausgestattet. Neue E/A-Komponenten vereinfachen die Installation, Inbetriebnahme und Instandhaltung. Dazu gehört eine redundierbare Hart-E/A-Baugruppe für das dezentrale Peripheriegerät ET200M. Sie ist in das Asset-Management-System von Simatic-PCS7 integriert. Neu ist auch die Abschluss-Baugruppe IM-153-2-HF für das ET200M. Diese bietet eine genaue Zeitstempelung für die Sequence-of-Events (SOE)-Aufzeichnung und unterstützt den Betrieb von bis zu 12 E/A-Baugruppen in einem Peripheriegerät.