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Ambient Sensing: Feuchte- und Temperaturmessung im Samsung Galaxy S4

Den weltkleinsten Feuchte- und Temperatursensor präsentierte Sensirion auf der Sensor+Test im Samsung Galaxy S4. Der Sensor erfasst die Feuchte und Temperaturen im Umfeld von Smartphones und eröffnet so völlig neue Anwendungsfelder, z.B. Klimasteuerung in Gebäuden.

Auf der Sensor+Test zeigte Sensirion den weltkleinsten Feuchte- und Temperatursensor in seiner »Arbeitsumgebung«, dem Smartphone. Bildquelle: © Sensirion AG
Auf der Sensor+Test zeigte Sensirion den weltkleinsten Feuchte- und Temperatursensor in seiner »Arbeitsumgebung«, dem Smartphone.

Mit Ambient Sensing kann das Smartphone seine Umgebung »erfühlen«. Egal ob Temperatur oder Feuchte – der Sensor von Sensirion [1] erfasst diese Parameter zuverlässig. »Kleiner ist besser« war die Maxime, die das Schweizer Unternehmen in Bezug auf Größe, Energiebedarf und Preis bei der Entwicklung verfolgten. Herausgekommen ist laut Unternehmen der weltkleinste Feuchte- und Temperatursensor für Smartphones. Der 2 x 2 x 0,8 mm³ große Sensor benötigt eine Versorgungsspannung von 1,8 V und wird mit einer auf jedes Gerät individuell abgestimmten Integrationssoftware geliefert. Mit der Software wird auch die Eigenwärme des Telefons kompensiert und so eine korrekte Umgebungstemperaturmessung ermöglicht. »Unser langjähriges Wissen über Feuchte und Temperatur sowie die gemachten Erfahrungen bei der Integration des Sensors in die bestehenden Smartphones im asiatischen Markt haben wir in den neuen Sensor und Software einfließen lassen«, so Andrea Wüest, Market Manager Mobile Devices von Sensirion. Geliefert wird der Sensor ab einer Stückzahl von 50.000 Exemplaren.

Neue Anwendungsfälle für Werbung und Klimasteuerung

Der laut Sensirion weltweit kleinste Feuchte- und Temperatursensor für Smartphones. Bildquelle: © Sensirion AG
Der laut Sensirion weltweit kleinste Feuchte- und Temperatursensor für Smartphones.

Der Feuchte- und Temperatursensor eröffnet so ganz neue Anwendungsfelder weit über die mobile Wetterstation hinaus.

In ihrer Gesamtheit betrachtet könnten die erfassten Daten z.B. für die Werbebranche interessant sein: Individuell auf die Umgebungseinflüsse angepasste Waren aus der Kosmetik oder dem Bekleidungssektor wären möglich. Wenn es beispielsweise häufig regnet, könnte mit Hilfe der vom Sensor gesammelten Daten gezielt Werbung für regenfeste Kleidung und Schuhe auf dem Handy erscheinen.

Ein weiteres Anwendungsfeld wäre durchaus auch in der Gebäudeautomatisierung zu finden: Nutzen mehrere Personen in einem Gebäude ein Smartphone mit solch einem Sensor, könnte die Gebäudesteuerung anhand der erfassten Daten Heizung, Lüftung und Klima besser an die im Gebäude befindlichen Personen angepassen. Neben dem Wohlbefinden der Menschen könnte so auch der Energiebedarf optimiert werden. Die möglichen Anwendungsfelder gehen jedoch über Smart Buildings hinaus; der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.