Schunk beteiligt sich an HSB Automation

Das auf Greif- und Spanntechnik spezialisierte Unternehmen Schunk mit Sitz in Lauffen/Neckar hat 29 % der Geschäftsanteile an der Firma HSB Automation erworben.

Die Reutlinger HSB Automation GmbH, die weiterhin von ihrem Gründer Uwe Heißel geführt wird, ist bekannt für elektrisch angetriebene Lineareinheiten und Lineartischen mit unterschiedlichen Antriebskonzepten wie Zahnriemen, Zahnstangen und Kugelgewindetrieben. Mit diesen Produkten des 60-Mann-Unternehmens will Schunk künftig eine strategische Lücke in seinem Portfolio schließen, zumal das Lauffener Unternehmen bei der Lineartechnik bisher verstärkt im Bereich pneumatisch angetriebener Achsen aktiv ist. Dabei kommt Schunk nach eigenen Aussagen entgegen, dass sich HSB im Wesentlichen auf die gleichen Werkstückgrößen beziehungsweise Werkstückmassen im Bereich von unter einem bis maximal 200 Kilogramm konzentriert, die in der Vergangenheit auch den Schwerpunkt von Schunk bildeten. Solche Werkstücke können nun mit HSB-Linearmodulen über Strecken bis acht Meter bewegt werden.

Konkret sieht die Kooperation vor, dass Schunk ab sofort das gesamte HSB-Produktprogramm in seine Kataloge übernimmt, in denen es unter der Bezeichnung "System HSB" geführt wird. Auch HSB profitiere von der Beteiligung durch Schunk. HSB-Geschäftsführer Uwe Heißel: "Die Kooperation stärkt uns vor allem auf der Vertriebsseite. Schunk verfügt über einen international operierenden und bestens aufgestellten Vertrieb, und wir können künftig auf den internationalen Märkten unter der Dachmarke Schunk auftreten".

Nicht zuletzt wollen beide Unternehmen künftig auch im Bereich Entwicklung eng zusammenarbeiten und ihre Kapazitäten auf gemeinsame Ziele konzentrieren. Neben Optimierungen an den bereits vorhandenen Komponenten haben die Entwicklungsmannschaften bereits verschiedene neue Produkte angedacht.