Halcon 12 von MVTec Schnellere Bildverarbeitung und verbesserte Programmierumgebung

Im November bringt MVTec mit Halcon 12 eine neue Version seiner Software für industrielle Bildverarbeitung auf den Markt. Da eine schnelle Bildverarbeitung für industrielle Anwendungen entscheidend ist, spielten Geschwindigkeitssteigerungen bei der Weiterentwicklung von Halcon eine wichtige Rolle.

Die Bildverarbeitungssoftware Halcon 12 ist in der Lage, Multicore-Prozessoren aktiv zu nutzen und unterstützt die MMX-, SSE2- und GPU-Beschleunigung. Ab Version 12 verwendet die Software auch den AVX2-Befehlsatz. Auch in der IDE HDevelop wurden Geschwindigkeitssteigerungen erzielt. Ein Just-in-Time-Compiler übersetzt den HDevelop-Code automatisch in Maschinencode.

Halcon 12 erlaubt über seine interaktive Programmierumgebung HDEvelop die parallele Programmierung für nebenläufige Anwendungen und unterstützt eine ereignisbasierte Verarbeitung. Mit der neuen Visual Studio Extension können Tupel oder ikonische Variablen aus Halcon direkt in Visual Studio überprüft werden. Außerdem arbeitet HDevelop jetzt auch mit Vektorvariablen und Tupel können als 1D- oder 2D-Plots aus dem Variablenfenster heraus dargestellt werden. Mit einer neuen Technik für die Textsegmentierung erleichtert Halcon 12 zudem das Umsetzen von Anwendungen für die optische Zeichenerkennung.

Neben den bisherigen 3D-Vision-Verfahren unterstützt die Software nun auch das lokal deformierbare, oberflächenbasierte Matching. Damit lässt sich die 3D-Position und Orientierung von Objekten zuverlässig bestimmen. Auch die samplebasierte Identifikation, mit der sich einmal trainierte Objekte an charakteristischen Merkmalen wie Farbe oder Textur erkennen lassen, wurde verbessert.

Einen weiteren Optimierungsschwerpunkt legte MVTec auf die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. So benötigt die überarbeitete Kamerakalibrierung weniger Bilder als zuvor, um dieselbe Genauigkeit zu erreichen. Des Weiteren müssen die neuen Kalibrierplatten nicht mehr vollständig im Bild zu sehen sein.