Raus aus dem Schaltschrank

Staubdicht und strahlwasserfest gekapselt halten die Bediengeräte einer neuen Produktreihe auch den rauen Bedingungen vor Ort stand. Den Anfang machen drei Touchscreens für gängige Bedienszenarien.

Staubdicht und strahlwasserfest gekapselt halten die Bediengeräte einer neuen Produktreihe auch den rauen Bedingungen vor Ort stand. Den Anfang machen drei Touchscreens für gängige Bedienszenarien.

Die Dezentralisierung von Automatisierungsaufgaben zeigt Wirkung: Schaltschränke werden kleiner oder entfallen sogar. Schließlich ist Stellfläche in nahezu jedem Betrieb knapp und kostbar. Fehlt der traditionelle Schaltschrank oder soll das Human-Machine-Interface (HMI) ohnehin direkt vor Ort positioniert werden, bieten sich Tragarme und Standfüße für die Montage der Bediengeräte an.

Mangels Alternative packen viele Maschinenbauer für den Schaltschrankeinbau konzipierte Bediengeräte in mehr oder weniger formschöne Gehäuse. Meist sind diese Einhausungen für hängende Montage aber zu schwer. Hinzu kommen ästhetische Einschränkungen vor allem an kompakten Maschinen, an denen ein sperriger Bedienkasten das Design stört. Ein bei diesen Lösungen oft vernachlässigtes Detail ist die Entwärmung des Bedienpanels.

Verschärfend auf die Platzprobleme wirkt ein genereller Trend: Mittlerweile sollen selbst an kleineren Maschinen immer mehr Informationen erfasst, aufbereitet, verarbeitet und lokal visualisiert werden – möglichst ansprechend in grafischer Form und mit bester Lesbarkeit. Voraussetzung dafür sind größere Display-Diagonalen, die jedoch der Forderung nach möglichst kompakten Bedienpanels zuwider laufen.

Mit diesen Eckpunkten im Pflichtenheft gingen die Produktdesigner von Siemens daran, eine neue Generation maschinennah positionierbarer Bediengeräte zu entwickeln. Den Anfang machen drei HMI-Geräte mit 15 Zoll Bildschirmdiagonale: Simatic-Thin-Client Pro, Flat-Panel-Monitor Pro und Multi-Panel MP377 Pro. Diese funktional abgestuften IP65-Panels ermöglichen unterschiedliche Visualisierungs-Szenarien, vom abgesetzten Bedienen und Beobachten bis hin zur integrierten Soft-SPS.