Powerlink-Starterkit von port zertifiziert

Die Powerlink-Nutzerorganisation Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG) hat das Powerlink-Starterkit der Firma port erfolgreich zertifiziert.

Das Zertifikat bestätigt, dass der im Starterkit verwendete Powerlink-Protokoll-Stack des in Halle ansässigen Unternehmens uneingeschränkt für die Implementierung Powerlink-kompatibler Geräte geeignet ist. Bei den Testreihen kam unter anderem ein spezieller Zertifizierungs-Master zum Einsatz, mit dem das einwandfreie Funktionieren der Applikationen auch bei Kommunikationsfehlern aller Art überprüft wurde.

Mit dem Starterkit können Gerätehersteller schnell und problemlos einen einfachen Powerlink-Slave-Knoten aufbauen, um die Kompatibilität ihrer Produktkonfigurationen zum Powerlink-Protokoll zu testen. Das Kit baut auf dem ARM9-gestützten Evaluations-Board von STMicroelectronics auf. »Unsere Entwickler haben dieses Board als Referenzplattform gewählt, weil es sich auf ein Minimum an Hardware beschränkt und ohne Spezialbauelemente auskommt«, hieß es dazu bei port.

Generell lassen sich mit dem Powerlink-Stack des Unternehmens Schnittstellen in unterschiedlicher Hardware realisieren. Mit dem Starterkit kann der Anwender Gerätekonfigurationen für Schnittstellen, die auf Single-Chips oder auf Architekturen mit Powerlink-Kommunikationsprozessor beruhen, schnell und unabhängig von der Ziel-Hardware entwickeln. Dabei bietet die AMR9-Basis eine kostengünstige Ein-Chip-Lösung beispielsweise für Sensoren und Aktoren, bei denen Applikation und Kommunikation im gleichen Prozessor laufen.

Außer Powerlink sind im Starterkit auch alle anderen industriellen Ethernet-Protokolle implementierbar, die auf spezielle ASICs verzichten, etwa Profinet-IO, EtherNet/IP und Modbus-TCP. port bietet ferner Powerlink-Lösungen auf FPGA-Basis an. Weil FPGAs es ermöglichen, Teilfunktionen der Software per VHDL in Hardware zu verlagern, lassen sich damit leistungsfähige Schnittstellen schaffen.