Neue Spezifikationen für CANopen

Die internationale Anwender- und Herstellervereinigung für Controller Area Network "CAN in Automation (CiA)" hat neue und überarbeitete CANopen-Spezifikationen veröffentlicht, darunter das XML-Schema für elektronische Datenblätter.

Das XML-Schema (CiA 311) basiert auf der internationalen Norm ISO 15745 und soll die bisherigen elektronischen Datenblätter im ASCII-Format (CiA 306) ablösen. Elektronische Datenblätter beschreiben CANopen-Geräte und werden in Konfigurations-, Diagnose- oder Testwerkzeuge eingelesen, damit der Anwender die Geräte ohne weitere Eingaben konfigurieren, diagnostizieren oder testen kann.

Ebenfalls neu ist das Profil für Garnzuführeinheiten (CiA 412-1/2). Es beschreibt die CANopen-Schnittstelle von einfachen und komplexen Geräten für Webmaschinen. Dies ist das erste Profil für modulare Webmaschinen, bei denen Maschinenmodule von Drittanbietern angeschlossen werden sollen. Holger Zeltwanger, geschäftsführendes CiA-Vorstandsmitglied, betont in diesem Zusammenhang: "Wir werden demnächst weitere Geräteprofil für modulare Maschinen in anderen Branchen entwickeln."

Komplett überarbeitet hat die CiA das Profil für Kontrastmittelinjektoren. Die veröffentlichte Version 2.0.1 wird von amerikanischen, europäischen und japanischen Injektor-Herstellern implementiert. Es ist das erste Profil für Zusatzgeräte für medizinische Diagnosegeräte wie Computertomograph, Magnetresonator, Angiograph und Ultraschall.

Die überarbeitete Empfehlung für CANopen-Steckverbinder (CiA 303-1) schließlich beschreibt den ersten aus China kommenden Steckverbinder. Der Steckverbinder mit nur drei Anschlüssen (em069A-3) ist vor allem für preisgünstige Geräte geeignet. Insgesamt sind in der Empfehlung über 20 Steckverbinder samt Anschlussbelegung für verschiedene Anwendungen
aufgeführt.