Markt für Servoantriebe wächst

Der deutsche Markt für Servoantriebe befindet sich im Aufwärtstrend. Dies ergab eine Studie von Michaela Griesenbruch, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen.

Mehr als zwei Drittel der deutschen Maschinenbaufirmen erwarten demnach für die Zukunft einen wachsenden Bedarf an Servomotoren. Als wichtigste technische Trends bezeichnet die Studie die Integration von Sicherheitsfunktionen in das Servosystem und die zunehmende Nutzung Ethernet-gestützter Protokolle.
Die Untersuchung beruht auf Auskünften von 243 Maschinenherstellern und Ingenieurbüros in Deutschland. Sie ist eine Wiederholung einer Studie der Fachhochschule Südwestfalen von 1999 und einer weiteren Erhebung der Autorin aus dem Jahr 2003.
Die Nachfrage nach der Servoantriebstechnik ist laut der Studie in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Benötigten 1999 nur knapp 10 Prozent der Maschinenbaufirmen 500 und mehr Servoantriebe pro Jahr, so haben heute fast 19 Prozent einen derart hohen Bedarf. Die Hauptursache hierfür sei, dass Unternehmen andere Antriebstechniken wie etwa mechanische Königswellen oder Schrittmotoren durch Servoantriebe ausgetauscht hätten. Die derzeit sehr gute Auftragslage der Maschinenbauer habe diesen Trend zusätzlich verstärkt.
Zur Anbindung an den Servoregler dient nach der Studie immer häufiger Ethernet. War diese Technik 1999 noch nicht im Einsatz, so nutzen heute bereits 14 Prozent der Maschinenbaufirmen TCP/IP und 13 Prozent das Protokoll EtherNet/IP. Was die diversen Industrial-Ethernet-Standards anbetreffe, sei ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen EtherNet/IP und Profinet zu erwarten. Dessen ungeachtet werde vorerst Profibus das am weitesten verbreitete Bussystem bleiben.