Laminate: Großbrand in der Panasonic-Fabrik Enns

Im Panasonic-Werk in Enns, Österreich, ist in der Nacht zum 13. Juni 2006 gegen 2.15 Uhr ein Großbrand ausgebrochen. In dem Werk werden Laminate für Leiterplatten hergestellt.

Nach Angaben der Feuerwehr wurde die Imprägnieranlage völlig zerstört. Der Schaden dürfte 2 bis 3 Mio. Euro betragen. Die Brandursache ist noch unklar. 112 Mann von elf Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung waren im Einsatz. In angrenzenden Hallen befanden sich Tanks mit Lösungsmitteln und Harz. Ein Übergreifen der Flammen hätte hier akute Explosionsgefahr bedeutet. Gegen 4.30 Uhr konnte die Feuerwehr den Brand schließlich unter Kontrolle bringen. Einige Stunden lang mussten noch Glutnester nachgelöscht und Chemikalien gekühlt werden.

AT&S Austria Technologie und Systemtechnik AG bezieht von diesem Werk Laminate für die Produktion von Leiterplatten in Leoben-Hinterberg. Aus heutiger Sicht und nach Rücksprache mit dem Panasonic-Management rechnet AT&S damit, dass es in den kommenden Wochen zu Engpässen im Einkauf dieser Materialien kommen könnte. Es ist derzeit noch nicht möglich, die Auswirkungen des Brandes bei dem Zulieferer auf die AT&S-Produktion in Leoben-Hinterberg zu quantifizieren, zumal Panasonic ein weiteres Werk in Italien betreibt, in dem die gleichen Produkte hergestellt werden und die Möglichkeiten eines Umstiegs auf andere Lieferanten geprüft werden. Sobald genauere Daten zu den möglichen Auswirkungen auf AT&S bekannt sind, sollen diese unmittelbar kommuniziert werden.