Kommunikation: Powerlink-Spezifikation erweitert

Die Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG) hat die neue Powerlink-Spezifikation V.1.1.0 veröffentlicht. Wichtigste Neuerungen, die durch die Nutzung bisher reservierter Bits erreicht wurden, betreffen die vollständige Integration der High-Availibilty-Funktionalität sowie eine größere Bandbreite der asynchronen Phase.

Für hochverfügbare Powerlink-Netzwerke hatten Betreiber bisher mit eigenen Entwicklungen das Adressmanagement des Protokolls dahingehend modifiziert, dass ein fliegender Adresswechsel auf redundante Steuerungen möglich war. Die Version 1.1.0 sieht jetzt standardmäßig die Einbindung von redundanten Managing Nodes (RMN) vor.

Ebenfalls umfasst die aktuelle Spezifikation die Erweiterung der asynchronen Phase: Dieser Abschnitt des Powerlink-Zyklus dient der Übertragung nicht-zeitkritischer Daten, im Gegensatz zur isochronen Phase, in der die zeitkritischen Prozessdaten übermittelt werden und die den überwiegenden Teil des Zyklus einnimmt. Bisher ließ sich in den asynchronen Phasen jeweils nur ein Frame übertragen. Die neue Spezifikation sieht nun die Übermittlung mehrerer ASnd-Frames vor.