Klima-Änderungen unter Kontrolle

Mit dem drahtlosen Messsystem Saveris schließt die Firma Testo die Lücke zwischen dezentralem Datenlogger und SPS-basierter Temperatur- und Feuchtemesstechnik.

Auflagen von Behörden und Kunden sowie eigene Qualitätsansprüche vieler Produzenten im Bereich Pharma- und Lebensmittelproduktion verlangen eine lückenlose Überwachung und Protokollierung der Umgebungsbedingungen. Allerdings sind sowohl die Personal-intensive portable Messtechnik wie auch eine SPS/PLS-gestützte Datenerfassung zu teuer.

Auch der klassische Datenlogger als dritte Alternative hat Nachteile. Hier führt Burkart Knospe, Geschäftsführer der Firma Testo, die fehlende Alarmierung bei Störungen, die ausschließlich dezentrale Datenhaltung und keine aktuellen Trendauswertungen an. Diese Lücke schließt Testo mit Savaris, einem dezentralen Logging-System für Temperatur und Feuchte.

Testo-Geschäftsführer Burkart Knospe: »Mit dem wireless Überwachungssystem Saveris eliminieren wir die Nachteile herkömmlicher Datenlogger.«


Wireless oder über Ethernet mit einer Basis-Station verbundene Temperatur- (mit/ohne integriertem NTC, für Thermoelemente oder Pt100) und Feuchte-Sensoren speichern standardmäßig im Minuten-Takt ihre Messwerte und senden diese alle 15 Minuten an die Basis-Station. Grenzwertverletzungen oder Störungen werden sofort übertragen.

Aufgrund des integrierten Datenspeichers gehen auch bei längeren Unterbrechungen der Funkverbindung keine Daten verloren. Neben dem lizenzfreien ISM-Band (Industrial, Scientific, Medical) mit 866 MHz sind für den internationalen Markt auch Varianten für das 2,4-GHz-Band in Vorbereitung. Mittels Funk-Router und Converter (Funk auf Ethernet) lässt sich die Übertragungsstrecke den baulichen Gegebenheiten anpassen. Darüber hinaus gibt es Sensoren mit Ethernet-Anschaltung, die vorhandene LAN-Infrastrukturen nutzen können.

Die Basis-Station ist für insgesamt 150 Sensoren oder 254 Kanäle ausgelegt und kann pro Messkanal bis zu 40.000 Messwerte speichern. Ein Notfall-Akku stellt sicher, dass bei Stromausfall ein Alarm abgesetzt wird und keine Messdaten verloren gehen. Grenzwertverletzungen signalisiert die Basis-Station vor Ort per LED, SMS oder Relaisausgang; am Auswerte-Rechner per Pop-Up-Fenster oder E-Mail. Alle Messwerte sind in der System-Software gespeichert und als Tabelle oder Grafik abrufbar. Zudem unterstützt die Software die automatische Erstellung von PDF-Berichten.