Ingenieurmangel verhindert Wachstum

Die Automatisierungs- und Elektronik-Industrie empfindet den Ingenieurmangel in Deutschland mittlerweile als so drückend, dass er das Problem der Personalkosten in den Hintergrund treten lässt.

»Dass wir keine ausreichende Anzahl qualifizierter Techniker und Ingenieure zur Verfügung haben, spüren manche unserer Mitgliedsfirmen schon jetzt deutlich: Sie schätzen das wegen fehlender Fachkräfte nicht realisierte Wachstum auf ein bis drei Prozent.« Dies betonte Helmut Gierse, Vorstandsvorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) und im Hauptberuf Vorsitzender des Bereichsvorstands von Siemens A&D, anlässlich der Hannover-Messe.

»In den nächsten Jahren wird sich das Problem noch verschärfen«, prognostizierte er. »Nach wie vor ist nämlich die Zahl der Studienanfänger in den für die Automatisierungs-Industrie wichtigen Fachgebieten Elektrotechnik und Informatik ungenügend.« Interessanterweise tauchten in Gierses Rede die Forderungen nach Lohnzurückhaltung der »Tarifparteien« und nach Verzicht auf Mindestlöhne erst am Schluss kurz auf.

Nach den Ergebnissen des VDE-Innovationsmonitors 2007 (Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik), einer Umfrage bei den 1250 Mitgliedsfirmen sowie bei Hochschulen und Forschungsinstituten, sind gut ein Viertel aller Mitarbeiter der befragten Unternehmen Ingenieure und IT-Experten. Jedes zweite Unternehmen will den Ingenieursanteil weiter erhöhen. Rund die Hälfte der befragten Firmen erwartet jedoch, den Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Zukunft nicht mehr decken zu können.

Lesen Sie mehr in der Ausgabe 17 der Markt&Technik vom 27.04.07. Lesen Sie dort auch einen Kommentar zum Thema.