Im Härtetest #####

RFID-Lösungen sind mechanisch und chemisch bedeutend widerstandsfähiger als Barcodes beziehungsweise deren Trägermaterialien. Aber: Für extreme Umgebungsbedingungen sind auch sie nicht per se gewappnet.

RFID-Lösungen sind mechanisch und chemisch bedeutend widerstandsfähiger als Barcodes beziehungsweise deren Trägermaterialien. Aber: Für extreme Umgebungsbedingungen sind auch sie nicht per se gewappnet.

Das große Plus von RFID-Systemen (Radio Frequency Identification) liegt darin, dass mit ihnen die Integrität und Dauerhaftigkeit der gespeicherten Informationen gewährleistet werden kann. Zudem: Die in der Regel aus passiven elektronischen Etiketten (Datenträger, Transponder oder Tags genannt), Schreib-/ Leseköpfen und einem Auswertegerät mit integrierter Bus-Anbindung bestehenden Systeme können im Gegensatz zu einfachen Barcode-Lösungen oder Lasermarkierungen sowohl gelesen als auch beschrieben werden.

Favorisiert werden RFID-Systeme vor allem in der Automobil- und der Lebensmittelindustrie sowie im Transportwesen. Ergo sind sie nicht selten extremen Umgebungsbedingungen wie großen Temperaturschwankungen und mechanischen oder chemischen Beanspruchungen ausgesetzt. Wie Systeme beschaffen sein müssen, um diesen Umgebungsbedingungen zu widerstehen, zeigt das Beispiel einer Ganzmetall-RFID-Lösung, bei dem die Schreib-/Leseköpfe sowie die Tags aus Edelstahl bestehen.

Die von Contrinex entwickelte „Con-Ident“-Ganzmetall-Technologie sorgt dafür, dass die Schreib-/Leseköpfe und Datenträger, die in ein einteiliges Ganzmetallgehäuse aus lebensmittelechtem V4A eingebaut und zum Teil hinten mit einer laserverschweißten Metallwand abgeschlossen sind, mechanisch sowie chemisch (nahezu) unzerstörbar sind. Die Komponenten sind sowohl kratz- und druckfest sowie abrieb- und korrosionsbeständig. Aufgrund der mit 0,5 mm relativ dicken Metallwand an der aktiven Fläche hält diese Schlägen problemlos stand. Beläge können auch mit groben Mitteln entfernt werden.

Prüfung bestanden

Widrige Umgebungsbedingungen sind häufig mit großen Temperaturschwankungen verbunden. Daher gibt es die Ganzmetall-Schreib-/Leseköpfe und Tags optimiert für einen Betriebstemperaturbereich zwischen –20 und +125 °C. Alle Ganzmetall-Datenträger entsprechen IP68 und funktionieren somit problemlos auch unter Wasser; hinzu kommen Modelle, die zusätzlich Schutzart IP69K aufweisen.

Während IP68 normalerweise einen zeitlich unbegrenzten Betrieb unter Wasser garantiert, bezieht sich die Schutzart IP69K auf die Beständigkeit elektrischer Betriebsmittel gegen Hochdruckstrahl-Reinigung. Die speziell im Lebensmittelbereich übliche Hochdruckstrahl-Reinigung greift Metalle und Kunststoffe aller Art an und stellt besondere Anforderung in Bezug auf Druck, erhöhte Temperatur (Heißwasser) und chemisch hoch aktive Reinigungs- und Desinfektionsmittel (insbesondere Wasserstoffperoxyd, aber auch andere alkalische und chlorhaltige Produkte).