Forscher entwickeln Bildverarbeitungs-SoC

Forscher des schweizer Centre Suisse d' Electronique et de Microtechnique (CSEM) haben einen SoC namens »icycam« entwickelt, der für industrielle Bildverarbeitungsanwendungen bei schlechten Beleuchtungsbedingungen bestimmt ist.

Dieses System im QVGA-Format, bestehend aus 320 x 240 hochauflösenden logarithmischen Pixeln, verfügt über einen Dynamikbereich von 132 dB, der sogar bei schnell wechselnden Beleuchtungsbedingungen eine Bildverarbeitung ermöglicht. Die eingebaute Berechnung der Kontraststärke und Kontrastrichtung im Auslesepfad vereinfacht die visuelle Szeneanalyse.
Der 32-bit-DSP/MCU-On-Chip-Prozessor ist mit einem Grafikprozessor ausgestattet, damit das System bei wiederkehrenden Aufgaben nicht unnötig verlangsamt wird.

Der icycam-SoC erlaubt die Senkung von Energieverbrauch und Hardware-Kosten. Icycam lässt sich in Assembler- oder C-Code programmieren und wird im Standard-0,18-Micron-CMOS-Prozess gefertigt. Seine Leistungsaufnahme beträgt 80 mW, seine Chipfläche 44 mm².

Der icycam-Baustein von CSEM ist für Anwendungen in der Robotik oder Automobilindustrie konzipiert. Das private Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM wird die Ergebnisse noch im Februar an der International Solid State Circuits Conference in San Francisco vorstellen.