Erster AS-Interface-Feldbusknoten, der 16 Ventile ansteuert

Der AS-Interface-Feldbusknoten G2-1 von Numatics ist nach Angaben des Emerson-Tochterunternehmens der erste, der gleich zwei Platinen mit je zwei AS-Interface-Prozessoren umfasst.

Mit dem Feldbusknoten lassen sich vier bis 16 Ventile ansteuern. Bis zu 16 Sensoren liefern ihm zugleich Informationen über die angeschlossenen Aktoren. Bisher waren derartige Anwendungen laut Numatics nur mittels komplexerer Systeme wie Profibus, Interbus S oder DeviceNet umsetzbar. Der Feldbusknoten steckt in einem Alugehäuse und wird direkt mit der Ventilinsel, die er steuert, verschraubt.

Im Detail ist der Feldbusknoten folgendermaßen aufgebaut: Auf bis zu zwei Platinen sitzen jeweils einer oder zwei AS-Interface-Prozessoren, und jeder Prozessor hat vier Aus- und vier Eingänge. Insgesamt ergeben sich also vier »Adressen« mit zusammen 16 Ein- und Ausgängen. Die 16 Ausgänge steuern Magnetspulen an, die ihrerseits Ventile schalten, so dass Druckluft fließen kann.

Die Druckluft gelangt zu einem Aktor, beispielsweise einem Zylinder, und fährt ihn aus. Um Fehlfunktionen in einer Anlage zu vermeiden oder eine zustandsabhängige Steuerung zu verwirklichen, ist darüber hinaus meist ein »Feedback« erforderlich, dass der Aktor seine vorgeschriebene Position erreicht hat. Hier kommen die 16 Eingänge des Feldbusknotens ins Spiel: Über Sensoren erhalten sie die Information, dass alles in Ordnung ist. Andernfalls wird die Anlage gestoppt.

Den Hauptvorteil des G2-1 sieht Numatics im kostengünstigen, auf das Wesentliche reduzierten Aufbau. Der Feldbusknoten lässt sich problemlos mit Grundplattenventilen verbinden, was ihn wartungsfreundlich und flexibel macht. Kombinierbar ist er mit Numatics-Ventilen von den Mitgliedern der Familie 2002, die einen Durchfluss von 200 Normlitern pro Minute haben, über die Ventile nach ISO 15407-2 in den Baubreiten 18 und 26 mm bis hin zu den Ventilen der Serie 2035 mit einem Durchfluss von 3500 Normlitern pro Minute.

Möglich macht dies ein spezieller Adapter, der das vergleichsweise kleine Gehäuse des Feldbusknotens auch mit größeren Ventilen verbindet.