EPSG und OSADL kooperieren bei Open Source

Die Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG) und das Open Source Automation Development Lab (OSADL) kooperieren zukünftig, um die Open-Source-Politik auf weitere Produkte auszudehnen.

Rüdiger Eikmeier, Geschäftsführer der EPSG, und Dr. Carsten Emde, Geschäftsführer des OSADL, unterstrichen mit dem gegenseitigen Organisationsbeitritt ihre zukünftige Zusammenarbeit. Die Offenlegung der Powerlink-Lösung durch das EPSG-Mitglied SYS TEC electronic sowie Überlegungen der EPSG, die Open-Source-Politik auf weitere Produkte auszudehnen, gab schließlich den Anlass zum gegenseitigen Beitritt.

»Die Zusammenarbeit ist ein richtiger Schritt zur offenen Weiterentwicklung von Powerlink und nützt damit allen Anwendern«, erklärte Anton Meindl, Vorstand der EPSG. »Im Gegensatz zu anderen Ethernet-Organisationen betrachten wir Open Source bei grundlegenden Technologien wie Echtzeit-Ethernet-Netzwerken als ein zukünftiges Erfolgsmodell.«

Emde erwartet bis zum Jahr 2010 einen Open-Source-Anteil von 40 Prozent bei Embedded-Systemen sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Heute beträgt der Anteil bereits 15 bis 20 Prozent. Beide Seiten sind sich einig, dass Angst vor Open Source unbegründet sei. Auch hier lässt sich Software-Know-how schützen. »Wir müssen hier noch einige Aufklärungsarbeit leisten«, stellte Eikmeier fest. In Frankreich oder Italien ist Open Source bereits ein fester Bestandteil des Marktes.