Der passende Transponder

An RFID-Transpondern unterschiedlichster Ausprägung und Leistungsfähigkeit herrscht kein Mangel. Inwiefern können Conformance- und Performance-Tests Orientierungshilfe geben?

An RFID-Transpondern unterschiedlichster Ausprägung und Leistungsfähigkeit herrscht kein Mangel. Inwiefern können Conformance- und Performance-Tests Orientierungshilfe geben?

Als Technologie, die Daten mit Hilfe von Radiowellen berührungslos und ohne Sichtkontakt von einem Transponder-Chip zu einem Lesegerät überträgt, ist Radio-Frequenz-Identifikation (RFID) keineswegs neu, sondern bereits seit über 60 Jahren im Einsatz. Mit der Entwicklung der „EPCglobal UHF Class 1 Gen 2“-Transponder begann jedoch eine neue RFID-Ära mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Die Vorteile des in der RFID-Szene „Gen 2 Tag“ genannten Chips liegen darin, dass er eine höhere Reichweite als seine Vorgänger hat. So überschreiten einzelne derzeit am Markt verfügbare Produkte bereits die Marke von 10 m. Der Chip gewährleistet zudem Datenübertragungsraten von 40 kBits/s in der Kommunikation vom Schreiblesegerät (Reader) zum Tag und 75 kBits/s vom Tag zurück. Optional ist er wiederbeschreibbar oder mit „Kill“-Funktion ausgestattet.

Bevor die Vorteile ausgeschöpft werden können beziehungsweise bevor ein mit einem RFID-Transponder ausgestattetes Paket oder Produkt problemlos von der Lese-Einheit erfasst wird, ist einiges an Vorarbeit nötig. Soll nämlich ein Produkt mit einem RFID-Transponder versehen werden, muss zunächst evaluiert werden, in welcher Umgebung er verwendet wird, aus welchem Material die Verpackung und der Inhalt besteht, welche Frequenzbereiche abgedeckt werden sollen, welcher RFID-Transpondertyp ideal ist und wo genau dieser auf der Verpackung angebracht werden soll. Gerade die beiden letztgenannten Aspekte gehören mitunter zu den schwierigsten Aufgaben und können leicht zeit- und kostenintensiv werden.

Bei der Auswahl der Komponenten für ein RFID-System sind die elektrischen Eigenschaften der Objekte ein wesentliches Entscheidungskriterium. Beispielsweise sind Getränkedosen im Allgemeinen schwierig zu taggen, da das Metall den Transponder stark beeinflusst beziehungsweise verstimmt und so die Reichweite negativ beeinflusst. In diesem Zusammenhang hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn bei Tags auf Transportbehältern die Tags auf die Umverpackung in der Mitte zwischen zwei Dosen geklebt werden. Derzeit am Markt verfügbare Transponder mit maximaler Reichweite sind zwischen 1 cm × 15 cm und 2 cm × 10 cm groß. Sollte die Objektgröße einen kleineren Tag erfordern, müssen Anwender im Allgemeinen eine reduzierte Lese-Reichweite in Kauf nehmen.

Bei der Auswahl der Komponenten für ein RFID-System sind die elektrischen Eigenschaften der Objekte ein wesentliches Entscheidungskriterium. Beispielsweise sind Getränkedosen im Allgemeinen schwierig zu taggen, da das Metall den Transponder stark beeinflusst beziehungsweise verstimmt und so die Reichweite negativ beeinflusst. In diesem Zusammenhang hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn bei Tags auf Transportbehältern die Tags auf die Umverpackung in der Mitte zwischen zwei Dosen geklebt werden. Derzeit am Markt verfügbare Transponder mit maximaler Reichweite sind zwischen 1 cm × 15 cm und 2 cm × 10 cm groß. Sollte die Objektgröße einen kleineren Tag erfordern, müssen Anwender im Allgemeinen eine reduzierte Lese-Reichweite in Kauf nehmen.

Auf dem mittlerweile gut entwickelten Markt findet sich ein reichhaltiges Angebot diverser RFID-Transponder für unterschiedliche Applikationen. Dadurch kann die Auswahl eines optimalen Transponders schnell zu einem aufwendigen Unterfangen werden. Hier kann ein Messtechniksystem Abhilfe schaffen, das in Echtzeit evaluiert, welcher RFID-Transponder für die jeweilige Anwendung die größtmöglichen Leseraten gewährleistet und wo dieser auf dem Objekt fixiert werden sollte.

Das „RFID MeETS Measurement and Evaluation Test System“ besteht aus einer von CISC Semiconductor eigens für National Instruments LabView entwickelten Software Library und den entsprechenden Hardware-Komponenten, dem PXI Vector Signal Generator und dem Vector Signal Analyzer von NI. Das Messsystem ist so konzipiert, dass sowohl der RFID-Profi als auch der -Anfänger damit zurechtkommt. Das System wurde streng nach den ISO- und EPCglobal-Standards und -Spezifikationen für Leistungsparameter sowie Testmethoden entwickelt. Es ist modular aufgebaut, so dass ein den Anwender-Anforderungen entsprechend optimiertes Tool zusammengestellt werden kann. Für RFID-Testzentren oder Forschungseinrichtungen empfiehlt sich hingegen das Gesamtsystem, das aus Soft- und Hardware sowie der Errichtung einer reflexionsfreien Kammer inklusive Spezialantennen und Auflagevorrichtungen besteht.