Der MES-Bus

Manufacturing-Execution-Solutions sind in der Prozessindustrie schwer umzusetzen und auszubauen. Es fehlen standardisierte Schnittstellen, um die verschiedenen Leitsysteme, Steuerungen und Software-Tools effizient zu verbinden. Die Firma BASF hat das erkannt und definiert ihren eigenen MES-Bus.

Manufacturing-Execution-Solutions sind in der Prozessindustrie schwer umzusetzen und auszubauen. Es fehlen standardisierte Schnittstellen, um die verschiedenen Leitsysteme, Steuerungen und Software-Tools effizient zu verbinden. Die Firma BASF hat das erkannt und definiert ihren eigenen MES-Bus.

Die Funktionen der Betriebsleitebene sind vielschichtig und umfassen in Anlehnung an die Namur-Empfehlung NE59 und den internationalen Standard ISA S95 (IEC 62264) die Betriebsführungsaspekte verschiedener Aufgabenbereiche wie Produktion, Qualitätssicherung, Instandhaltung und produktionsnahe Logistik. Diese Bandbreite zeigt, dass für eine Erfüllung dieser Aufgaben die unterschiedlichsten Informationen erfasst, aufbereitet und verarbeitet werden müssen, zum Beispiel Materialbestände, Zustandsinformationen über Geräte und Apparate, Rezepturen und Produktionsaufträge.

Die Funktionen der Betriebsleitebene sind vielschichtig und umfassen in Anlehnung an die Namur-Empfehlung NE59 und den internationalen Standard ISA S95 (IEC 62264) die Betriebsführungsaspekte verschiedener Aufgabenbereiche wie Produktion, Qualitätssicherung, Instandhaltung und produktionsnahe Logistik. Diese Bandbreite zeigt, dass für eine Erfüllung dieser Aufgaben die unterschiedlichsten Informationen erfasst, aufbereitet und verarbeitet werden müssen, zum Beispiel Materialbestände, Zustandsinformationen über Geräte und Apparate, Rezepturen und Produktionsaufträge.

Da die Betriebsleitebene sehr oft aus mehreren Applikationen besteht, sind derartige Konfigurationen an mehreren Stellen vorzunehmen. Daraus resultiert ein dichtes Netz von Konfigurations- und Technologie-Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Systemen und Applikationen. Über den Lebenszyklus einer solchen Integrationslösung verursacht dieses Szenario einen erheblichen Aufwand für Anpassungen und Fehlerbeseitigungen. Zudem behindern diese Strukturen eine noch umfassendere Informationsintegration, die für weitere Verbesserungen der Produktion notwendig wäre.

Einheitliche Informationsmodelle

Ein Lösungsansatz besteht in der einheitlichen Bereitstellung der Daten in ihrem jeweiligen Kontext über einheitliche Systemschnittstellen, zum Beispiel der aktuelle Wert der Füllstandmessung in Silo-Behälter B210 der Teilanlage TA7. Voraussetzung ist die Verwendung gemeinsamer Informationsmodelle. Die Adressierung eines Wertes in einer Applikation erfolgt dann über die Festlegung des jeweiligen Kontextes und nicht mehr durch systemspezifische Adress- oder Namensräume. Der Anpassungsaufwand reduziert sich damit auf die Fälle, die durch Änderungen des Kontextes (Anlagen- oder Prozessmodifikationen) verursacht werden.