Der kleine Unterschied

Welche MES-Funktionen braucht ein Unternehmen mit prozessorientierter Produktion, welche ein klassischer Maschinenbauer? Die Gegenüberstellung der Merkmale beider Produktionskategorien zeigt, dass sich die Kernanforderungen an MES-Lösungen vor allem in Bezug auf ihre Gewichtung unterscheiden.

Welche MES-Funktionen braucht ein Unternehmen mit prozessorientierter Produktion, welche ein klassischer Maschinenbauer? Die Gegenüberstellung der Merkmale beider Produktionskategorien zeigt, dass sich die Kernanforderungen an MES-Lösungen vor allem in Bezug auf ihre Gewichtung unterscheiden.

Kann an allen Produktionsstandorten eines Unternehmens das gleiche Manufacturing Execution System (MES) eingesetzt werden? Diese Frage taucht bei vielen Projekten auf, die eine Optimierung der Auftragsabwicklung und Informationsverarbeitung in der Produktion zum Ziel haben. Von zentraler Bedeutung ist dabei der jeweilige Produktionstyp des Unternehmens – Stückgut- oder Prozessfertigung – beziehungsweise der einzelnen Standorte .

Im Maschinen- und Anlagenbau dominiert der Produktionstyp Stückgutfertigung. Typische Vertreter der Prozessfertigung sind die Nahrungsmittel- und die Pharma-Industrie sowie die klassischen Chemiebranchen. Allerdings sind Merkmale der Prozessfertigung durchaus auch in Unternehmen der Stückgutfertigung zu finden – und umgekehrt. In der Halbleiterfertigung oder der Großserienproduktion von Elektronikbaugruppen gibt es beispielsweise ausgeprägte Fließprozesse auf physisch verketteten Produktionsanlagen. Und viele prozessorientierte Produktionen haben am Anfang und am Ende einen stückgutorientierten Bereich – den Wareneingang (Tankwagen, Säcke, Behälter), die Verpackungstechnik sowie die Lagerlogistik.