Das unterschätzte Detail #####

Bei der Auswahl eines Bedienpanels wird an vieles gedacht, von der Betriebstemperatur über die Rechenleistung bis hin zur Schock- und Vibrationsfestigkeit. Die mechanisch am stärksten beanspruchte Bedienkomponente – der Touchscreen – kommt dabei oft zu kurz.

Bei der Auswahl eines Bedienpanels wird an vieles gedacht, von der Betriebstemperatur über die Rechenleistung bis hin zur Schock- und Vibrationsfestigkeit. Die mechanisch am stärksten beanspruchte Bedienkomponente – der Touchscreen – kommt dabei oft zu kurz.

Mit einem Marktanteil von rund 85% sind die analog-resistiven Touchscreens die Arbeitspferde in der Industrie, gefolgt von den kapazitiven Systemen mit 10% und den beiden Touchtechnologien Oberflächenwelle und Infrarot mit zusammen 5%. Die hohen Anforderungen im industriellen Umfeld erfüllt jedoch nicht jeder der rund 50 Touchscreen-Hersteller. Zum Teil gibt es erhebliche Unterschiede in der Qualität, die in erster Linie aus den konstruktiven Merkmalen und der Materialauswahl resultieren.

Das Funktionsprinzip eines analogresistiven Touchscreen basiert auf zwei gegenüberliegenden, mit leitfähigem ITO-Material beschichteten Flächen – in der Regel eine Folie auf Glas (ITO: Indium-Zinn-Oxid ist ein transparenter, leitfähiger Mineralwerkstoff). Diese Folie wird umlaufend mit einem Kleberahmen, dem Spacer, auf das Glas laminiert. Die untere Ebene ist mit kleinen Punkten (Mikro-Dots) rasterförmig bedruckt, die eine ungewollte Kontaktierung der beiden ITO-Flächen verhindert. Eine Berührung des Touchscreen mit dem Finger oder Stift stellt einen Kontakt der beiden Flächen her. Die Positionsparameter werden anhand der resultierenden Spannungsteiler zum Beispiel mit einem PenMount-Touch-Controller alternierend mit 200Hz über die obere und untere ITO-Fläche ermittelt. Die Ansprechzeit der Betätigung liegt somit bei 5ms.