Das PLM-Portal

Der Einstieg in das Thema Product-Lifecycle-Management muss nicht teuer sein. Das zeigt die Open-Source-Lösung der Firma Aras, die typische Entwicklungs-Disziplinen mit der Fertigung und dem ERP-Umfeld verbindet.

Der Einstieg in das Thema Product-Lifecycle-Management muss nicht teuer sein. Das zeigt die Open-Source-Lösung der Firma Aras, die typische Entwicklungs-Disziplinen mit der Fertigung und dem ERP-Umfeld verbindet.

Mit PLM werden die zentralen Disziplinen der Produkt-Entwicklung wie Mechanik, Elektrik und Elektronik, Software, Hydraulik, Pneumatik sowie die zu einem Produkt gehörenden Dienstleistungen integriert. Damit die Vernetzung mit den unterschiedlichen Anwendungen und Abteilungen reibungslos funktioniert, ist ein gemeinsamer Standard für die Koordination und Kopplung notwendig. Sofern standardisierte Technologien wie SOAP und XML eingesetzt werden, bieten SOA-Ansätze (serviceorientierte Architektur) flexible Integrationsszenarien. SOAP (Simple Object Access Protocol) stellt sicher, dass die Schnittstellen der Tools miteinander kommunizieren und Informationen austauschen können. XML als universelle Datenbeschreibungssprache verpackt und strukturiert die eigentlichen Nutzdaten mittels Meta-Informationen. Beispielsweise wird das Feld „Bestellnummer“ von allen Unternehmens-Applikationen eindeutig als solche erkannt. SOAP und XML bilden die Basis für Web-Services, die als Dienst innerhalb einer SOA eine bestimmte Funktion haben, zum Beispiel eine neue Bestellnummer generieren. Weitere Funktionen lassen sich bei service-orientierten Architekturen bei Bedarf erstellen, bis ein Set von Web-Diensten bereitsteht, aus denen sich Anwendungen zusammensetzen lassen. In solche SOA-basierenden Anwendungs-Infrastrukturen von Unternehmen sowie in herkömmliche Applikationsumgebungen gilt es, die CAD-Lösungen zu integrieren. Bei der ebenfalls SOA-basierenden Open-Source-PLM-Lösung Aras Innovator erfolgt dies über vorkonfigurierte Standard-Schnittstellen. Derzeit lassen sich CADSysteme wie Solid-Edge, Solid-Works, AutoCAD ProEngineer, Inventor, Eplan, EL-CAD, ECS-CAD, TopSolid, Catia v4/v5 und UG-NX anbinden. Die Schnittstellen ermöglichen den bidirektionalen Austausch von Zeichnungs- und Modell-Daten sowie die Kopplung zu ERP-Systemen wie SAP ab Version 4.x oder Navision Dynamics NAV 5.x von Microsoft. Ebenfalls unterstützt wird die Integration von Microsoft-Office: In Fuß- und Kopfzeilen gespeicherte Meta-Daten lassen sich mit den Verwaltungsdaten in der Datenbank des PLM-Systems synchronisieren.

Die Schnittstellen zwischen dem PLM- und den CAD-Systemen sind so aufgebaut, dass die PLM-Funktionen im CAD-Werkzeug zur Verfügung stehen. Dazu muss der CAD-Connector lokal auf der CAD-Workstation installiert sein. Die Software-Erweiterung sorgt dafür, dass die PLM-Anwendung in der Lage ist, Daten aus dem CAD-System zu lesen und zurück zu schreiben. Zentraler Speicher für diese Daten ist der Aras-Innovator-Server, der mit einer Microsoft SQL-Datenbank arbeitet.