Bypassing für eine schnellere Funktionsentwicklung

Um die Steuergeräte-Funktionsentwicklung zu beschleunigen benötigen Funktionsentwickler Bypassing-Methoden und zu optimierende Teile des Steuergeräte-Codes auf Prototyping-Hardware auslagern. Hierfür bietet dSPACE »XCP on Ethernet« (UDP/IP) als Bypass-Schnittstelle an.

Viele Steuergeräte besitzen heute schon eine »XCP-on-Ethernet«-Schnittstelle, so dass der Einsatz der dSPACE-Bypassing-Lösung ohne Modifikation am Steuergerät möglich ist. Dieser schnelle Kommunikationsweg zwischen der Prototyping-Hardware von dSPACE und dem Steuergerät ist unter anderem durch eine überarbeitete Konfigurationssoftware für die modellbasierte Funktionsentwicklung unter MATLAB und Simulink (RTI Bypass Blockset Version 2.4) möglich. Obendrein gibt es neues Verbindungskabel mit integriertem LVDS-Ethernet-Umsetzer. Das Kabel erlaubt die Verwendung bereits vorhandener dSPACE-Prototyping-Hardware mit LVDS-Schnittstelle.

Zudem wird Ethernet nun auch vom XCP-Service von dSPACE unterstützt, der als Code auf dem jeweiligen über XCP on Ethernet angesprochenen Steuergerät implementiert werden kann. Über den dSPACE-XCP-Service lassen sich beim Bypassing Steuergeräte-Funktionen gezielt aufrufen und auf die Prototyping-Hardware umleiten.

Zudem plant dSPACE die Unterstützung eines weiteren schnellen Kommunikationsweges, dem Bypassing über »XCP on FlexRay«. Damit will dSPACE sein Portfolio an Bypass-Schnittstellen für seine Prototyping-Hardware erweitern, das bis dato bereits XCP on CAN, CCP (CAN Calibration Protocol), mikrocontrollerspezifische Dual-Port-Memory-PODs (Plug-On-Devices) sowie Bypassing über On-Chip-Debugging-Schnittstellen (JTAG/Nexus, NBD, AUD/AUD2, JTAG/SDI und JTAG/OCDS) beinhaltet.