Bis zu sechs Stunden Fahrt aufzeichnen

Sharp hat ein Kamerasystem fürs Kfz entwickelt, das bis zu sechs Stunden Fahrtverlauf aufzeichnet und das Geschehen über die ganze Straßenbreite erfasst.

Die mühsame Kleinarbeit zur Rekonstruktion von Unfallhergängen im Straßenverkehr ist laut Sharp bald passé: Für den japanischen Markt hat das Unternehmen ein Black-Box-Kamerasystem entwickelt, das bis zu sechs Stunden Fahrtverlauf aufzeichnen kann. Herzstück des Fahrtenschreibers ist ein 2-MPixel-CMOS-Sensor im 0,25-Zoll-Format, kombiniert mit einer 180°-Linse, um das Fahrgeschehen über die gesamte Straßenbreite zu erfassen.

Im Laufe der nächsten ein bis zwei Jahre will Sharp auch für den europäischen Markt optimierte CCD- und CMOS-Kameramodule anbieten. Sie dienen als Sensoren für kameragestützte Fahrerassistenzsysteme. Stand der Technik bei Kameras für passive Fahrerassistenzsysteme, die dem Fahrer in erster Linie als Sichthilfen dienen, sind hoch empfindliche CCD-Module, die dank ihrer Lichtempfindlichkeit von nur 1,8 lux klare Bilder liefern.

»Noch haben CCD-Module aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeit die Nase vorn, doch langfristig werden sich CMOS-Module als Rückfahrkameras durchsetzen«, hieß es bei Sharp. »Haben CMOS-Sensoren die nötige Bild- Performance bei dunkler Umgebung erst einmal erreicht, bringen sie weitere Vorteile mit sich wie geringere Kosten, höhere Auflösung und vor allem kompaktere Bauformen, weil sich der Prozessor direkt auf dem Kamera-Chip integrieren lässt.«

Bei Sensoren für aktive Fahrerassistenzsysteme hält Sharp CMOS für die Technik der Wahl. Speziell bei Frontkameras seien hohe Bildraten und eine Dynamik höher als 100 dB erforderlich, um auch bei extremen Hell-Dunkel- Kontrasten ein klares Bild zu erhalten. Die nächste Generation von CMOS-Kameramodulen erreiche durch Rollverschlüsse Aufnahmegeschwindigkeiten von bis zu 30 Bildern/s bei einer Dynamic Range von 100 dB.