Bildverarbeitungsbranche wächst um vier Prozent

Um vier Prozent ist der Gesamtumsatz der europäischen Bildverarbeitungstechnik-Branche im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Dies teilte die EMVA (European Machine Vision Association) in Frankfurt am Main mit. Im Jahr 2006 hatte die Zunahme im Vergleich zum Vorjahr noch bei elf Prozent gelegen.


Laut der jetzt veröffentlichten EMVA-Marktstatistik für 2007 unterscheiden sich die Wachstumsraten für die einzelnen Produktkategorien stark: Während der Umsatz mit Vision-Sensoren als schlüsselfertige Kompaktsysteme für eng umgrenzte Anwendungsbereiche um 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr zunahm und die Hersteller von Kameras ihren Umsatz um 15 Prozent steigerten, sanken die Umsätze mit anwendungsspezifischen Bildverarbeitungs-Systemen um 3 Prozent, mit Framegrabbern um 13 Prozent und mit Kabeln und Interfaces sogar um 27 Prozent.

Mäßige Steigerungsraten wurden erzielt mit konfigurierbaren Bildverarbeitungssystemen (+9 Prozent), Smart Cameras (+5 Prozent), Optiken (+8 Prozent), Beleuchtungen (+7 Prozent) und Bildverarbeitungs-Software (+1 Prozent).


Die hohe Wachstumsrate bei den Vision-Sensoren zeigt, dass vor allem leicht bedienbare und preisgünstige Standardprodukte im Trend liegen. Dank immer leistungsfähigerer Hard- und Software erledigen sie mehr und mehr Aufgaben, für die bisher komplexere kundenspezifische Systeme erforderlich waren.

Wie die EMVA betont, gibt es aber nach wie vor viele anspruchsvolle Inspektionsaufgaben, die nur für applikationsspezifische Hochleistungs-Systeme lösbar sind. »In der unteren und mittleren Preisklasse erschließen preisgünstige Standardsysteme neue Anwendungsfelder, wohingegen komplexe applikationsspezifische Systeme im Hochpreissegment nach wie vor erforderlich sind und die Grenzen des technisch Machbaren und wirtschaftlich Sinnvollen verschieben«, hieß es bei der EMVA.

Mehr zum Thema lesen Sie in Ausgabe 39/2008 der Markt&Technik.