Bildverarbeitung: GenICam löst sich von GigE Vision

IDS Imaging Development Systems hat die ersten Industriekameras im Programm, die mit der generischen Software-Schnittstelle GenICam ausgestattet sind, aber den GigE-Vision-Standard verschmähen und stattdessen über Standard-Gigabit-Ethernet oder USB kommunizieren.

»Die Verabschiedung des GenICam-Transport-Layer-Standards (GenTL) durch das GenICam Standard Committee hat die bisher quasi unzertrennliche Verbindung von GigE Vision und GenICam aufgehoben«, erläutert Thomas Schmidgall, Marketingleiter von IDS Imaging Development Systems im baden-württembergischen Obersulm. »USB-, FireWire-, CameraLink- und Standard-Gigabit-Ethernet-Kameras können daher jetzt ebenso die GenICam-Schnittstelle integriert haben wie GigE-Vision-Geräte. IDS hat als erster Hersteller von Nicht-GigE-Vision-Kameras auf die Billigung der GenTL-Spezifikation reagiert und bietet jetzt alle Gigabit-Ethernet- und USB-Kameras der 'uEye'-Serie mit dem GenICam-Interface an.«

Niedergelegt ist das GenICam-Interface in der neuen Version 3.30 des »uEye«-Treiberpakets von IDS. Weil das Treiberpaket die GenICam-Schnittstelle als integralen Bestandteil enthält, sind über sie nicht nur die ab sofort ausgelieferten »uEye«-Kameras ansprechbar, sondern auch die schon im Einsatz befindlichen, und zwar sobald das Paket im jeweiligen Host-PC installiert ist. Bei ihrer Initialisierung laden nämlich die Kameras neue Firmware vom Host-PC. Erhältlich ist das Treiberpaket kostenlos unter www.ids-imaging.de/ueyetreiber.

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