Große Datenmengen Bildersuche funktioniert besser in 3D

Eine ringförmige 3D-Darstellung mit Farbsortierung kann das Finden von Bildern erleichtern.

Bilder- und Videosuchmaschinen listen ihre Ergebnisse meist zweidimensional auf. Eine Untersuchung legt nun nahe, dass die Suche zufriedenstellender ausfällt, wenn die Ergebnisse auf einer 3D-Oberfläche abgebildet werden.

In der Regel läuft die Bildersuche über herkömmliche Suchmaschinen folgendermaßen ab: Kleine Bildchen werden in einer langen Liste abgebildet. Besonders in großen Bilder- und Videosammlungen ist viel Geduld erforderlich, um sich durch diese Auflistung durchzukämpfen.

Eine alternative Darstellungsform, die diese Nachteile zu überwinden hilft, haben Forscher der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt in einem aktuellen Artikel vorgestellt. Klaus Schöffmann vom Institut für Informationstechnologie, David Ahlström vom Institut für Informatik-Systeme und Marco A. Hudelist vom Institut für Informationstechnologie erklären in dem Artikel, dass ein 3D-Ring oder eine 3D-Kugel eine bessere Suche ermöglichen.

Die Forscher haben vier verschiedene Benutzerstudien durchgeführt und konnten dabei feststellen, dass die vorgeschlagenen 3D-Oberflächen eine bedeutend schnellere Suche von Bildmaterial auf Desktop-Computern und Tablets gestatten. Auch die subjektive Einschätzung der Benutzer ist besser. Für Smartphones mit 3,5-Zoll-Bildschirm war eine Verbesserung nur bei Sammlungen mit mehr als 200 Bildern bemerken.

Laut Schöffmann liegt eine Schwierigkeit bei der Bildersuche darin, dass oft keine Schlagwörter vergeben werden, die dabei helfen könnten, Daten schnell zu finden. Die automatisch mitgespeicherten Zeit- und Ortsangaben hingegen reichen häufig nicht aus.

Eine 3D-Darstellung mit Farbsortierung unterstützt dabei, den Suchbereich möglichst schnell einzuschränken. Außerdem erlaube eine solche Darstellung den Nutzern, viele Daten auf einmal zu zeigen. Dabei ist trotzdem immer nur ein Bereich im Fokus, wodurch die mentale Beanspruchung nicht zu groß wird.

Die Forschungsergebnisse wurden zum Teil im Projekt NGVB (Next-Generation Video Browsing) erarbeitet, das vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF (TRP-273-N15) und den Lakeside Labs / KWF gefördert wird.