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Siemens: Division »Process Industries and Drives« baut Stellen ab

Durch den zunehmenden Wettbewerb in den Branchen Öl & Gas, Metall und Bergbau sieht sich Siemens zu einer »Neuordnung der Kapazitäten« in der Division »Process Industries and Drives« gezwungen. Weltweit sollen rund 2500 Arbeitsplätze wegfallen, davon 2000 in Deutschland mit Schwerpunkt in Bayern.

Simotics FD Motor und Sinamics G120P Umrichter von Siemens Bildquelle: © Siemens

Der Wachstumseinbruch auf den Rohstoffmärkten hat laut Siemens zu einer erheblichen Verschärfung des Wettbewerbs besonders aus dem asiatischen Raum geführt, so das sich das Unternehmen zu dem angekündigten Stellenabbau gezwungen sieht.

Der Stellenabbau bezieht sich auf die beiden Business Units »Large Drives« und »Process Solutions« innerhalb von »Process Industries and Drives«. Die heutigen Standorte sollen dabei erhalten bleiben. Wie es hieß, sollen in Nürnberg etwa 750, in Ruhstorf nahe Passau rund 700, in Bad Neustadt an der Saale zirka 350 und in Erlangen ungefähr 150 Stellen gestrichen werden.

Im Kern geht es bei den geplanten Maßnahmen laut Siemens [1] darum, Arbeitsinhalte und Größe der Fertigungsstandorte in Europa zu konzentrieren, um die Wettbewerbsfähigkeit in einem dauerhaft schwierigen Marktumfeld zu verbessern. Daher sind etwa 1000 Stellen in Deutschland von der Bündelung bestimmter Produktlinien an einzelnen Standorten betroffen. Zudem soll die gesamte Projektabwicklung in der Business Unit »Process Solutions« effizienter werden.

Trotz dem Stellenabbau bei »Process Industries and Drives« will Siemens nach dem Abschluss des Konzernumbaus den Wandel zum digitalen Industrieunternehmen vorantreiben. Mit der angekündigten Steigerung der Investitionen in Forschung, Entwicklung und Produktivität sowie für den weltweiten Vertrieb in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro soll sich in den kommenden Jahren auch die Zahl der Neueinstellungen auf hohem Niveau einpendeln. So rechnet Siemens in den kommenden Jahren mit weltweit mindestens 25.000 Neueinstellungen jährlich, davon rund 3000 in Deutschland.