Anpeq: Per Plug and play von Analog zu Digital

Mit dem patentierten Ethernet-over-Coax- und Power-over-Ethernet-Konzept »Anpeq-X« (EoC/PoE) der Firma Anpeq lassen sich Analogkameras im Plug-and-play-Verfahren ohne Neuverkabelung gegen intelligente IP-Kameras mit PoE-Schnittstelle austauschen.

Weil analoge Kameras ihre Bildsignale üblicherweise über das gut geschirmte, störsichere Koaxialkabel übertragen, liegt es nahe, dieses Kabel auch für die Übermittlung digitaler Daten IP-gestützter Kameras zu nutzen. »Bislang schienen aber die technischen Unterschiede der beiden Kameragenerationen unüberwindbar - zu gegensätzlich sind deren Funktions- und Kommunikationsprinzipien«, erläutert Anpeq-Geschäftsführer Gerhard Gilke. »Mit der Installation neuer Digitalkameras war folglich bisher auch eine kostenintensive Neuverkabelung fällig, obwohl die Koaxialverkabelung zu den Analogkameras durchaus noch lange Zeit nutzbar gewesen wäre.«

Abhilfe schafft hier das »Anpeq-X«-Konzept, das sowohl für die Sicherheits- und Überwachungstechnik als auch für industrielle Applikationen gedacht ist. Anwender, die beabsichtigen, ihre vorhandenen Analogkameras gegen digitale IP-Kameras auszutauschen, können das nun mit den Produkten aus der »Anpeq-X«-Reihe schnell und kostengünstig per Plug and play bewerkstelligen - ohne Neuverkabelung, binnen weniger Minuten.

Dazu wird an der Einspeisestelle des für die Analogkameras verwendeten Koaxialkabels der EoC-Adapter »Anpeq-X UCA-6120« zusammen mit einem Netzteil (DC 48-60 V) installiert und am anderen Ende der Leitung das Endgerät »UCA-6124/PoE« zum Anschluss von bis zu vier Kameras. »Der Rest ist Plug and play«, betont Gilke.

Das »Anpeq-X«-Konzept beruht auf der »cXcomm-100«-Technik, die 100BaseT-Ethernet-Daten und die zum Betrieb der Kameras nötige Versorgungsspannung nach dem PoE-Standard gleichzeitig über ein- und dasselbe Koaxialkabel transportiert. Möglich ist dies, indem die zu sendenden und die zu empfangenden symmetrischen Ethernet-Signale in asymmetrische Signale gewandelt und kombiniert über die gleiche Kupferader übertragen werden. Um die Verluste zu kompensieren, die beim Wandeln und Kombinieren entstehen, werden die Signale an den Enden wieder verstärkt.

»Das Protokoll selbst ist völlig transparent und daher zukunftssicher«, verdeutlicht Gilke. »Die Entfernungen reichen von 150 m beim Koaxkabel RG59 bis 350 m beim Koaxkabel RG6 ohne zusätzliche Signal- oder Leistungsverstärkung und überschreiten damit die 100 m Maximallänge von Cat.5e-Ethernet-Kabeln erheblich. Verzichtet man auf den Datendurchsatz von 100 MBit/s und beschränkt sich auf 10 MBit/s, lassen sich mit dem RG59 mehr als 250 m und mit dem RG6 über 600 m erreichen.«

Via RJ45-Ports und LAN-Kabel werden die Kameras am »UCA-6124/PoE« angeschlossen und mit Spannung versorgt. Die am UCA-6124 gelieferte Stromversorgung entspricht den PoE-Spezifikationen. Mit 60 bis 100 W pro Koaxial-Strang steht genügend Energie für jeweils vier Kameras mit Schwenk- und Neigemotorik zur Verfügung.

Kostenvorteile bietet das »Anpeq-X«-Konzept auch für völlige Neuinstallationen und Verkabelungen digitaler Kamera-Überwachungssysteme. »Größere Entfernungen lassen sich mit einem Koaxialkabel und den ›Anpeq-X‹-Komponenten günstiger überbrücken als mit der Installation von Datenleitungen, Repeatern und Energieversorgung«, stellt Gilke klar.

Der Preis für das »Anpeq-X UCA-6120« liegt bei 170 Euro, das UCA-6124 kostet 300 Euro.