2008: Bestes Jahr in der Antriebstechnik

Ungeachtet der derzeitigen Finanz-Turbulenzen geht der VDMA-Fachverband Antriebstechnik für das Jahr 2008 von einer Umsatzsteigerung für die gesamte Branche in der Größenordnung von zehn Prozent aus.

Die Deutsche Antriebstechnik befindet sich seit dem Jahr 2000 auf Wachstumskurs. Nach dem Rekordjahr 2007 mit 17,8 Mrd. Euro, sollen es in diesem Jahr nochmals rund zehn Prozent mehr werden – also rund 19,6 Mrd. Euro. Eine Zahl, die derzeit jedoch noch nicht in Stein gemeißelt werden kann, zumal die Entwicklung der kommenden Monate angesichts der Turbulenzen auf den Finanzmärkten derzeit schwer abzuschätzen ist.

Fakt ist aber: Die aktuellen Auftragseingänge sind bereits gegenüber dem sehr guten Vorjahr leicht rückläufig. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sind nach Aussage von Robert Schullan, Vorsitzender des Fachverbandes Antriebstechnik im VDMA, Aufträge, die nur vorsichtshalber platziert wurden, um - aus Kundensicht - die eigene Lieferfähigkeit sicherzustellen.

Solche Aufträge würden erfahrungsgemäß bei schwächerer Konjunktur schnell verschoben oder gar storniert. Aufgrund der derzeit noch guten Umsatzzahlen erwartet Schullan für das Gesamtergebnis 2008 jedoch noch keine gravierenden Auswirkungen: »Die Umsätze in der Antriebstechnik sind preisbereinigt von Januar bis August 2008 um zwölf Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gestiegen, der Auftragseingang zeigt allerdings ein Minus von einem Prozent.«

Mit Blick auf 2009 fällt eine genaue Prognose derzeit schwer. Der VDMA gibt sich diesbezüglich unverbindlich und rechnet angesichts der eingetrübten Stimmung in der Branche allenfalls mit einem geringen Wachstum. Während die Auftragseingänge aus einigen wichtigen Abnehmerbranchen im Vergleich zum Vorjahr ins Minus gerutscht sind – zum Beispiel bei den Baumaschinen, der Fördertechnik, den Kunststoff- und Gummimaschinen oder auch bei den Textilmaschinen –, entwickeln sich gleichwohl andere Branchen derzeit sehr gut – etwa die Landmaschinen und die Windenergie. Ebenso dürften sich die Geschäftsfelder erneuerbare Energien, Energieeffizienztechnologien und rohstoffnahe Anwendungen weiterhin positiv entwickeln.

In Summe sieht der VDMA die Deutsche Antriebstechnik trotz aller Unwägbarkeiten für die Zukunft gut gerüstet. Die hohe Wettbewerbsfähigkeit spiegelt sich Schullan zufolge zum Beispiel in der Exportquote wider, die bei über 70 Prozent liegt. Inklusive des indirekten Exports liege die Internationalisierung der Antriebstechnik gar bei rund 90 Prozent.