Auf dem Weg vom Distributor zum Lösungsanbieter

Ausgehend von der Basis der Standarddistribution will sich Elektrosil mit dem klaren Fokus auf Design-in in Zukunft zu einem Lösungsanbieter entwickeln, der nicht mehr nur kundenspezifische Modifikationen vornimmt, sondern im Zusammenarbeit mit asiatischen und deutschen Partnern zunehmend eigene Produktkonzepte entwickeln lässt und unter eigenem Namen auf den europäischen Markt bringt.

»Unsere aktuelle Unternehmenstätigkeit hat eigentlich fast nichts mehr mit klassischer Distribution im Sinne von Abverkauf von Standardprodukten zu tun«, stellt Manfredo Mirabella-Greco fest, Gründer und Geschäftsführer der Elektrosil, »rund 70 Prozent der Ware, die unser Haus verlässt, ist kundenspezifisch modifiziert.« Das schlägt sich auch in der Umatzverteilung nieder: Bereits 45 Prozent des 2008 erzielten Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen mit kundenspezifisch modifizierten, Design-in orientierten Produkten.

Angefangen hat die 1978 als OHG ins Leben gerufene Elektrosil als klassischer Distributor. »Unser erster Handelspartner war damals Fujitsu mit seinen Steckverbindern «, schmunzelt Mirabella- Greco, »diese Produkte zählen heute noch immer zu unserem Vertriebsprogramm.« Auch die starke Ausrichtung auf asiatische Handelspartner geht auf die Anfangsjahre der Elektrosil zurück. 1983 wurde das Unternehmen dann in eine GmbH umgewandelt. Im Vorjahr beging man das 25-jährige Jubiläum als GmbH.

Das Motto »Distribution mit Mehrwert«, das sich im Symbol E+ ausdrückt, hat weniger mit griffigem Marketing als vielmehr mit der frühen Erkenntnis zu tun, dass sich in der engen Zusammenarbeit zwischen Kunde, Lieferant und Elektrosil nicht nur individuelle, sondern auch äußerst wirtschaftliche Lösungen realisieren lassen. »Wir haben von Anfang an immer versucht, möglichst nah am Markt zu agieren«, erläutert Mirabella-Greco. »Elektronik und Elektromechanik waren zu Beginn unserer Tätigkeit auch in Deutschland gerade noch im Aufbau, da suchte eine Reihe von Kunden auch Unterstützung beim Design-in.«

Das Unternehmen bietet seinen Kunden sowohl Applikationsberatung als auch produktionsorientierte Entwicklungsbegleitung. Die Unterstützung beim Design-in reicht bis zum veredelten Produkt, natürlich einschließlich Qualitätssicherung und der gewünschten Logistik, Lagerhaltung und In-Time- Auslieferung. Möglich macht das vor allem die Zusammenarbeit mit asiatischen Produktionspartnern und das gewachsene Wissen darum, »was in Asien überhaupt produzierbar ist und was nicht«, wie es Mirabella-Greco ausdrückt. Ein Qualitätsmanagement nach TS16949 vor Ort in Kaohsiung, dem Standort der asiatischen Partner, gewährleistet eine permanente Prozesskontrolle.

Das klassische Distributionsangebot umfasst bei Elektrosil die Bereiche Eingabe- und Ausgabesysteme, Embedded-Systeme, Stromversorgungen und elektromechanische Bauelemente. Während bei den elektromechanischen Komponenten etwa jeweils 30 Prozent des Umsatzes auf Lüfterprodukte und Kabelkonfektion entfallen, unterteilen sich die Systemkomponenten wie folgt: 25 Prozent nehmen Stromversorgungen ein. Drucker, Touch und Tastaturen schlagen mit jeweils 20 Prozent zu Buche. Die restlichen 15 Prozent verteilen sich auf Displays und Embedded-Systeme.