Audi will Eigeninitiative: den lebenslang lernbereiten Mitarbeiter

Aufforderung zum permanenten Selbststudium: Auf der Veranstaltung "Globalisierung und Bildung - Herausforderungen für schulische und berufliche Bildung" am 7. November in Ingolstadt skizzierte Audi-Personalvorstand Dr. Werner Widuckel, was er sich von künftigen Mitarbeitern wünscht.

Die Veranstaltung sollte vor allem analysieren, welche Anforderungen Unternehmen künftig an Bewerber und Mitarbeiter stellen. Beispiel Audi: Das weltweite Netz aus Fertigungsstandorten, Zulieferern und Absatzmärkten verdichtet, die Zyklen für technische Innovationen verkürzen sich. „Unsere Mitarbeiter müssen deshalb zum Lernen in jeder Lebensphase bereit sein, um diese Herausforderung zu meistern“, betonte Dr. Werner Widuckel, Vorstand für Personal- und Sozialwesen der Audi AG.

Fachwissen alleine reicht ihm nicht mehr aus. Widuckel: „Da einfache Arbeiten abnehmen, benötigen unsere Mitarbeiter neben der fachlichen eine zunehmend interdisziplinäre Kompetenz, damit Wissen nicht nur angewendet, sondern weiterentwickelt werden kann.“

Audi sieht dafür nicht nur die Schulen, sondern auch den Einzelnen gefordert - Stichwort „Selbstlernkompetenz“. Nötig sei ein lebensbegleitender Lernprozess, der nicht nur den beruflichen, sondern auch den privaten Alltag präge.

An der Vortrags- und Diskussionsrunde in Ingolstadt nahmen neben Widuckel Vertreter des Forschungsinstituts für berufliche Bildung Nürnberg, die Fachhochschule Ingolstadt, die IG Metall und der bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Siegfried Schneider, teil.