Atmel: Einstieg in den ZigBee-Markt

Mit neuen Chipsets nach dem 802.15.4-Standard, mit denen sich ZigBee-Netze erstellen lassen, will Atmel die Kosten für den Aufbau von drahtlosen Sensornetzen um 60 Prozent reduzieren.

Je nach Anforderungen lässt sich der Transceiver AT86RF230 mit verschiedenen Controllern kombinieren. Damit tritt Atmel gegen Firmen wie Freescale, Jennic, Texas Instruments und STMicroelectronis an, die ebenfalls Chips entsprechend des 802.15.4-Standards entwickelt haben. TI hatte Ende 2005 Chipcon übernommen, ST arbeitet seit Anfang des Jahres mit Ember zusammen. Atmel kooperiert mit Meshnetics, Jubiwave und Crossbow, die die Netzwerke auf Basis der Plattform von Atmel entsprechend der Kundenwünsche aufbauen und für den Lifetime-Support sorgen.

Die Chipsätze von Atmel basieren auf dem Sender/Empfänger-IC AT86RF230 (2,4 GHz) und den Controllern vom Typ ATmega1281 oder ATmega 2561 plus der zugehörigen Media-Access-Control-Software. Mit einer Empfindlichkeit von -100 dB und einer Übertragungsleistung von 3 dB erhöht sich die Reichweite gegenüber existierenden Lösungen um den Faktor 2,8. Das bedeutet weniger Knoten pro Netz, also geringere Kosten. Weil keine externen Leistungsverstärker erforderlich sind, sinkt zusätzlich die Bill of Materials.

Der Z-Link AT86RF230 sitzt in einem QFN mit einer Fläche von 5 x 5 mm, der ATmega 2561 in einem QFN mit einer Fläche von 9 x 9mm. Zusammen kosten sie bei einer Abnahmemenge von 10.000 Stück 7,63 Dollar. Der AT86RF230 plus ATmega1281 kostet 6,78 Dollar, plus dem ATmega644 liegt der Preis bei 4,93 Dollar. Das Zusatz-Kit RZ502 verkauft Atmel für 99 Dollar, das Demonstrations-Kit RZ200 für 499 Dollar.