Arrow Europe will Integrität vorantreiben

Eine wichtige Rolle spielt der europäische und insbesondere der deutsche Distributionsmarkt in den Augen von Arrow CEO Bill Mitchell. Rund 40 Prozent des Arrow-Umsatzes im Component-Business entfallen auf die europäische Region, fast doppelt soviel wie auf die Region Asien & Pazifik. »Insbesondere in Zentraleuropa war Arrow Electronics in diesem Jahr sehr erfolgreich«, so Mitchell im Gespräch mit Markt&Technik.

Viel Potenzial besitzt seiner Meinung nach zudem der osteuropäische Markt. Speziell in Russland sei eine starke lokale OEM-Industrie im Entstehen. »Wir werden Arrows Präsens in Osteuropa immens ausbauen«, so Mitchell.

Einige Veränderungen werden in den kommenden Monaten auf die Organisation in  Europa zukommen. »Es ist tatsächlich so, dass es am Markt kein einheitliches Bild der Arrow Europe gibt und sie vielmehr aus sehr bekannten und gut eingeführten Brands besteht wie Spoerle und Sasco Holz in Central Europe und Silverstar in Italien«, so Mitchell. »Unsere Organisationen sind gut, aber wir werden natürlich weiter daran arbeiten, noch effektiver zu werden. Wie immer verfolgen wir das Ziel, die einzelnen Organisationen und Prozesse zu optimieren.«

In den 90er Jahren habe Arrow einen intensiven Akquisitionsmodus durchlebt, insbesondere in Europa, erläutert Bill Mitchell. »Wenn jedoch über Jahre kontinuierlich Firmen akquiriert werden und damit fortlaufend neue Kunden und Mitarbeiter hin zustoßen, muss irgendwann eine Phase folgen, in der Geschäfte und Prozesse – insbesondere im Back-Office-Bereich – optimiert und effizienter gestaltet werden.«

Hin zu organischem Wachstum, weg von der akquisitionsgetriebenen Strategie beschreibt Mitchell den künftigen Weg der Arrow. »Das bedeutet nicht, dass wir keine Akquisitionen mehr tätigen, aber es wird nicht mehr die treibende Kraft hinter dem Unternehmen sein.«

Auch in Europa will Mitchell seine »Shared Leadership Initiative« vorantreiben. »Am Ende des Tages hängt alles von unseren Mitarbeitern ab. Wir müssen uns die Zeit nehmen, unsere Mitarbeiter zu schulen und zu entwickeln damit sie ihr volles Potenzial entfalten können«.