Als Angebot in der Krise: Messgeräte zum Mieten

Mit der Distrelec ELFA Gruppe ist im letzten Jahr die Nummer 2 der Katalogdistributoren für Elektronik und Automation auf dem europäischen Kontinent entstanden. Für den Kunden bedeutet das neben einer noch höheren Lagerverfügbarkeit vor allem eine Ausweitung des Produkt- und Herstellerspektrums.

»Einen gemeinsamen Katalog der Distrelec ELFA Gruppe wird es zwar erst 2010 geben«, erläutert Jörg-Lothar Loch, Geschäftsführer der Distrelec Schuricht, »von der Akquisition des Distributors ELFA durch unseren Mutterkonzern, die Dätwyler Gruppe, profitieren unsere Kunden aber schon heute.« Konkret werden unerwartete Nachfragespitzen schon heute dadurch abgefedert, dass Distrelec kurzfristig auf das ELFA-Lager zugreifen kann und umgekehrt.

Vier Logistikstandorte von Stockholm bis Mailand steigern aber nicht nur die ohnehin schon hohe Lieferzuverlässigkeit, die bisher schon im Regelfall eine Belieferung innerhalb Deutschlands in 24 Stunden gewährleistete, sie erweitert auch das Produktund Lieferspektrum. »Als Beispiel möchte ich hier Agilent für den Bereich der Oszilloskope nennen«, hebt Loch hervor, »das wird uns in Zukunft sicher helfen, Marktsegmente abzudecken, die uns bisher verschlossen waren.« Die Distrelec ELFA Gruppe kann nun die Top-Marken Agilent, Tektronix und LeCroy aus einer Hand anbieten. »Deshalb«, so Loch, »beraten wir Hersteller-unabhängig. Darin liegt ein besonderer Vorteil für den Kunden.«

Wenn das gemeinsame Sortiment im nächsten Jahr in einem gemeinsamen Katalog erscheinen wird, dann werden auf über 2800 Seiten bis zu 120.000 Artikel zu finden sein. Neben diesen Lagerartikeln wird der Beschaffungsservice (KatalogPlus) erweitert, der den Zugriff auf weit über eine halbe Million unterschiedlicher Artikel aus den Bereichen Bauelemente, Automation, Messtechnik und IT gewährleisten.

Im Zuge der Zusammenführung der beiden Unternehmen musste Distrelec zwar die Zuständigkeit für die baltischen Staaten abgeben, im Ausgleich dafür gewann Distrelec aber die alleinige Verantwortung für den Benelux-Raum hinzu. Mit dem nun erreichten Volumen verbessert sich natürlich auch die Einkaufssituation der Distrelec ELFA Gruppe. »Unsere Kernkompetenz als Katalogdistributor wird es weiterhin sein, auch bei Kleinmengen ab 1 Stück mit Verfügbarkeit und Schnelligkeit zu glänzen«, erläutert Loch, »gleichzeitig sind wir in den letzten Jahren gerade auch für mittelständische Kunden aus dem Elektronikbereich zu einem interessanten Ansprechpartner für mittlere Mengen zur automatischen Bestückung geworden.«

Von der aktuellen Konjunkturkrise zeigt man sich am Firmenhauptsitz in Bremen zwar auch betroffen, aber nicht in dem Maße, wie die klassischen Bauemente-Distributoren. »Unsere äußerst breite Aufstellung dämpft hier sicherlich den Eindruck der Krise«, analysiert Loch die Situation, »aber auf das klassische Ersatzgeschäft hat der Konjunktureinbruch keinen Einfluss.« Ganz anders sieht es da bei der Entscheidung aus, ob in einem Entwicklungslabor unbedingt ein neues Oszilloskop oder ein anderes hochwertiges Messgerät angeschafft werden muss. »Um dem Kunden hier die Entscheidung zu erleichtern, bieten wir zum Beispiel Wärmebildkameras inzwischen nicht nur zum Kaufen, sondern auch zum Mieten an«, führt Loch aus. »Wenn immer davon die Rede ist, dass man die Krise als Chance nutzen sollte, dann müssen wir aus meiner Sicht bei hochwertigen Elektronikgeräten in dieser Situation Lösungen finden, die dem Kunden genau diese Chancen durch die bedarfsgerechte Nutzung solcher Geräte ermöglichen. «

Chancen nutzen, unter diesem Slogan stehen auch die Seminare von Distrelec. Sie haben sich seit ihrem Start im Jahr 2007 nicht nur als geeignete Instrumente der Kundenpflege erwiesen, sie bieten den vor allem aus der Labor- und Werkstattpraxis kommenden Teilnehmern auch die Möglichkeit, sich kompakt in eintätigen Seminaren über verschiedene Entwicklungen in ihren Arbeitsbereichen zu informieren.