Advantech betritt die ATCA-Arena

Bislang nicht im High-End-Bereich der Embedded-Board-Formate vertreten, will Advantech nun mit zwei außergewöhnlichen Baugruppen im ATCA/AMC-Bereich Fuß fassen und so seinem Dauerkonkurrenten Kontron Paroli bieten.

Entwickelt wurden die beiden Baugruppen nicht wie sonst üblich in Taiwan, sondern in Deutschland. »Damit wollen wir unser europäisches Gesicht stärken«, betont Wolfgang Heinz-Fischer, European Marketing Director von Advantech.

So deutet bereits der Code-Name des AMC-Moduls »Amberg Express« auf seine Herkunft hin. Um sich von den anderen Pentium-M-basierten AMC-Modulen der Wettbewerber zu unterscheiden, setzt Advantech deshalb erstmals auf ASI (Advanced Switching Interconnect) als Schnittstelle zum Carrier-Board.

Außergewöhnlich ist auch die AdvancedTCA-Karte, die im Unterschied zum Wettbewerb nicht auf Intel, sondern auf AMD als Prozessorenlieferant setzt. Bis zu zwei Dual-Core-Opterons kämpfen um die Krone des schnellsten ATCA-Blades. Neben der Geschwindigkeit war auch der Entwicklungs-Support für Advantech entscheidend: »Die AMD-Truppe sitzt in Dresden, da ist unser Entwicklungszentrum in Amberg nicht weit weg«, erklärt Heinz-Fischer.