Acal baut Halbleitervertrieb aus

Im Halbleiterbereich spielte der Distributor Acal bislang eine eher untergeordnete Rolle. Doch das soll sich jetzt laut Steve Sydes, Divisional Director Electronic Components, ändern. Mit neuen Linien wie Microchip und Lantronix will der Distributor seinen Marktanteil deutlich ausbauen.

»Der Marktanteil den wir in Deutschland im Halbleiterbereich haben, entspricht nicht unseren Vorstellungen«, so Sydes. Acal sei hierzulande zwar im letzten Jahr gewachsen, doch der Markt gäbe noch wesentlich mehr her, ist Sydes überzeugt. »Deutschland repräsentiert 29 Prozent des gesamten europäischen Halbleitermarktes«, so Peter Grolms, Divisional Director bei Acal. »Diesen Markt wollen wir mit einem echten wertschöpfenden Distributionsmodell bedienen. Das Unternehmen hat hierfür alle notwendigen Ressourcen, von einer exzellenten internationalen Logistik bis zu technischen Vertriebsteams auf Herstellerniveau.« Um sich einen größeren Anteil im Halbleiterdistributionsgeschäft zu sichern, hat Acal bereits im Sommer eine europaweite Semiconductor-Division gegründet. Gleichzeitig wurden die Linien ausgebaut.

Anfang Oktober erhielt das Unternehmen die Vertriebsrechte von  Microchip und nun die von Lantronix. Mit weiteren Herstellern wird derzeit verhandelt. Allerdings soll die Linienexpansion nicht unendlich weitergehen. »Wir wollen in jedem unserer Produktsegmente (Halbleiter, HF&Wireless, Power-Solutions, Microsystems und PEMCO-Bereiche) jeweils rund 10 Schlüssellinien europaweit unter Vertrag haben«, so Sydes. Dabei legt er Wert darauf, dass die Linien untereinander nicht konkurrieren. »Das Schlagwort bei uns heißt Fokussierung, sich überschneidende Linien wären dabei ein Hindernis«, erklärt Sydes. Deshalb betreut bei Acal ein FAE auch nicht mehr als zwei, drei Linien. Wären es mehr, wäre der Applikationsingenieur laut Sydes nicht in der Lage, die Produkte bis in die nötige Tiefe zu kennen. Das sei jedoch absolut notwendig, um dem Anspruch eines wirklichen Demand-Creators gerecht zu werden.