Eine Zeit lang schien es im Automobilbereich nur eine Richtung zu geben: schneller, leistungsfähiger, teurer. Da mussten es schon mal 1001 PS sein, um der Konkurrenz zu zeigen, wo der Hammer hängt. Daran konnte auch ein Dacia Logan nichts ändern, mit dem Renault als einer der ersten etablierten Autobauer ins Billigsegment vorpreschte. Doch plötzlich ist alles anders. Kaum präsentiert der hierzulande bislang kaum bekannte indische Kfz-Hersteller Tata mit dem Nano ein 3000-Dollar-Fahrzeug für die so genannten Schwellenländer, kramen alle Konzerne hektisch in den Schubladen, ob sich vielleicht darin nicht doch noch ein preiswerter Entwurf findet. Und tatsächlich, urplötzlich schießen überall Vorankündigungen von Aldi-Autos aus dem Boden. Als Otto-Normalverbraucher komme ich mir ein wenig veräppelt vor. Anscheinend sind die Hersteller doch in der Lage, billiger zu entwickeln und zu fertigen, als sie vorgeben, allerdings hielt sich das Interesse daran bislang in Grenzen.